Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 1

„Komm und reeette mich…“, machte sich mein eingestellter Wecker in meinem Handy bemerkbar. Oh ja, vor dieser Plage von Wecker hätte ich mich auch gerne retten lassen. Aber es nützt ja nichts, aufstehen musste ich ja so oder so. Also würge ich den Wecker ab und setzte mich langsam auf. Im Dunklen versuchte ich mich in meinem Zimmer zu Recht zu finden und den Rollladen hoch zu ziehen. Mehr Licht brachte dies allerdings nicht um diese Jahreszeit, aber was soll’s. Es war Heilig’ Abend und ich war unwahrscheinlich gespannt darauf, was man mir denn schenken würde. Gähnend lief ich ins Bad und folgte meiner morgendlichen Routine. Ich stand morgens lieber fünf Minuten früher auf, als dass ich dann nicht rechtzeitig fertig werde. Nach einer halben Stunde saß ich nun an dem Esstisch im Wohnzimmer und verschlag ein belegtes Brötchen. Heute war zwar Heilig’ Abend, aber ich muss trotzdem bis um 14.00 Uhr arbeiten. Ich bin Azubine in einem großen Betrieb, der Fenster und Türen herstellt. Und vor einer Woche sind zwei Leute, ein Azubi und ein Mitarbeiter ausgelost worden, wer den Telefondienst übernimmt. Das Los entschied sich für Andreas und mich. Andreas ist 25 Jahre alt und schon seit der Ausbildung im Betrieb. Wir verstanden uns gut und der Arbeitstag würde bestimmt schnell vorbei gehen. Wir unterhielten uns über alles Mögliche, bis wir beim Thema Beziehungen ankamen. Nun sagte er mir zum xten Mal, seit wir uns kennen, dass er es gar nicht verstehen könne, dass ich Single bin. Ja, Single bin ich wohl, was mich oft traurig macht. Endlich kündigte der Radio-Sprecher die 14.00 Uhr Nachrichten an. Wir fuhren unsere PC’s runter, schalteten den Anrufbeantworter ein und die Lichter und das Radio aus. Zu guter Letzt zogen wir unsere Karten durch das Zeiterfassungsgerät. Da heute keine Busse fahren, erklärte sich Andreas netterweise bereit, mich nach Hause zu fahren. Vor unserem Garagentor wünschte ich ihm noch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, da wir uns erst nach den heiligen drei Königen wiedersehen werden. Gut gelaunt schloss ich die Haustür auf und brachte anschließend erst einmal meine Sachen in mein Zimmer. In einer halben Stunde würde es losgehen, auf in die Kirche. Wie jedes Weihnachten war die Kirche prope voll. Gut, dass wir so früh gegangen waren, sonst wäre wir den ganzen Gottesdienst lang gestanden. Nach über einer Stunde entlies uns endlich der Pfarrer. Nun fuhren wir zu meiner Schwester, wo die Bescherung stattfinden sollte. Wie jedes Jahr war nach der Kirche das ganze Haus dunkel. Nur der Christbaum leuchtete und Weihnachtslieder liefen. Viele große Geschenke und ein paar kleine lagen unter dem Baum. Die großen waren natürlich alle für meine zwei Nichten und für meinen Neffen. Sogar der Hund hatte einen Knochen bekommen. So sehr ich auch suchte, ich konnte nichts für mich finden. Frustriert setzte ich mich aufs Sofa und begann demonstrativ die Fernsehzeitschrift zu lesen. Ein Studium für sich! Die konnten mir doch alle den Buckel runter rutschen. Nach einer halben Stunde meinte meine Mutter, ob ich mich denn gar nicht freuen würde. Freuen, haha, Witz komm raus, du bist umzingelt! Als sie also nur einen genervten Seitenblick meinerseits erhielt, schaute sie zum Baum. „Da liegt ja dein Geschenk noch! Ich dachte schon, dir gefällts nicht!“ Ein Geschenk? Wo denn? Ich sah immer noch nichts. Da zog meine Mum einen Umschlag unter dem Baumständer hervor, der da offensichtlich drunter gerutscht ist. Sie hielt mir den Umschlag entgegen. Besser was Kleines, als gar nichts. Schon die Aufschrift war merkwürdig. „Von: Mama, Miriam & Jenny“ Jenny? Meine beste Freundin? Jetzt war ich doch neugierig. Vorsichtig öffnete ich den Umschlag und was mir dann in die Hände viel, war unglaublich… „Wow! Hey, wie geil ist das denn?! Danke!“ Ich hatte Flugtickets nach Berlin bekommen. Und beim Datum war ich auch überrascht. „Hinflug: 25.12.2007, Rückflug: 03.01.2008“ stand groß auf den Tickets. Und es ging noch besser! Am Brandenburger Tor sollte eine Riesen Promiparty nach dem Feuerwerk stattfinden. Und Jenny und ich würden hingehen! Mir wurde ganz zweierlei vor Freude und Aufregung!

23.9.07 19:44
 


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