Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 2

Der Abend verlief dann noch relativ ruhig. Wir aßen noch festlich und die Kinder probierten ihre neuen Spielsachen aus. Gegen 21.30 Uhr rief eine total aufgedrehte Jenny an: „Heeeey! Und, hast du den Umschlag schon aufgemacht? Ach ich freu mich schon voll auf dich! Hast du schon gepackt?“ Das ganze ratterte sie wie ein Maschinengewehr herunter. Erst als sie Luft holen musste, konnte ich ihr antworten: „Hey! Ja, den Umschlag hab ich schon aufgemacht, ich wollte dich auch gleich anrufen! Ne, meinen Koffer hab ich noch nicht gepackt, ich hab ja gerade erst von der Überraschung erfahren. Aber der Flug geht ja auch erst abends, da kann ich morgen Vormittag noch packen“. Durch das Kindergeschrei meinerseits und ihrerseits beließen wir es bei diesen Informationen. Wir verabschiedeten uns mit unseren diversen Liebeserklärungen und sie versprach mir, mich am nächsten Tag pünktlich vom Flughafen abzuholen. Für dieses Angebot war ich ihr echt dankbar, denn ich habe eine Orientierung wie eine Bockwurst. Und dann in einer fremden Großstadt? Das hätte ja gar nicht gut gehen können. Um 22.00 Uhr beschlossen meine Ma und ich, dass wir nach Hause fahren. Sie packte ihre Geschenke in eine Plastiktüte und wir fuhren los. Meinen Umschlag hielt ich sowieso die ganze Zeit. Zu Hause angekommen, aß ich nur noch ein paar Plätzchen und legte mich dann schlafen. Die kommenden Tage werden sowieso schon anstrengend genug. In dieser Nacht schlief ich sehr unruhig und wachte ständig auf. Ich war einfach viel zu aufgeregt zum schlafen. Genervt von mir selber stand ich schließlich um 05.30 Uhr auf. Ich schlurfte aus meinem Zimmer in die Küche. Ich mache mir eine Wurstsemmel und setze mich damit aufs Sofa. Meine Mutter ist um diese Zeit natürlich noch lange nicht wach. Da jetzt noch kein vernünftiges Fernsehprogramm kommt, gehe ich zurück in mein Zimmer um Koffer zu packen. Leise mache ich das Zimmer 483 Album an, denn wir wohnen in einem Hochhaus und über uns wohnt eine alte Schachtel, die sich über alles und jeden aufregen kann. Unter meinem Bett liegt nun schon seit Ewigkeiten mein Koffer. Ich bin schon so lange nicht mehr verreist. Als ich nach einer Stunde alles an Klamotten zusammen hatte, ging ich ins Bad zum Duschen. So eine Dusche ist einfach etwas Herrliches! Danach putze ich mir meine Zähne und mach den Rest der morgendlichen Hygiene. Nun ist es 7.30 Uhr und endlich kam meine Mama angetapst. Inzwischen gut gelaunt leistete ich ihr Gesellschaft beim Frühstücken. Anschließend setzte ich mich an den PC und schaltete ihn ein. Als er gerade damit fertig war, signalisierte mein Handy eine SMS. Auf dem Display erschien „Jenny“. Nanu? So früh? Jenny war eigentlich dieselbe notorische Langschläferin wie ich. „Hey Schatz! Ich kann vor lauter Aufregung nicht mehr schlafen! Wie geht’s dir? Lieb dich!“. Soso, also war da jemand genauso aufgeregt wie ich. Ich surfte noch ein wenig im Internet rum, bis dann auch bald meine Großeltern kamen. Meine Mutter hatte sie zum Ente essen eingeladen. Der Mittag und der Nachmittag verlief ohne große Vorkommnisse. Um 15.00 Uhr fuhren meine Ma und ich los zum Memminger Flughafen. Eine dreiviertel Stunde später waren wir in einer Parklücke vom Parkhaus. Bis wir dann den Terminal gefunden haben und Koffer abgegeben haben, war es auch schon wieder 16.30 Uhr. Um 18.15 Uhr würde sich der Flieger in die Lüfte begeben. Hatte ich also noch eine Stunde und 45 Minuten. Die 45 Minuten wollte ich mit meiner Mutter verbringen, die andere Stunde wollte ich einchecke und im Wartebereich für diesen Flug warten. Wir machten es uns in einem schnuckeligen Cafe gemütlich und bestellten. Ganz nebenbei erzählt mir dann noch meine Mutter, dass jeder Verwandte ihr etwas Geld für mich gegeben habe und sie es gesammelt auf mein Konto eingezahlt hat. Es sind 240 € dabei rausgekommen! „Shopping, ich komme!“, war meine begeisterte Antwort.
23.9.07 19:46
 


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