Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 4

Kurz bevor wir ins Bett gingen, meinte Jenny zu mir, sie hätte eine große Überraschung für mich und müsse mich also besonders schick machen für Silvester. Mit hochgezogenen Augenbrauen schaute ich sie an, aber sie meinte nur, dass es ja keine Überraschung mehr wäre, wenn sie es mir gleich erzählen würde. Also musste ich noch drei Tage ausharren. Allerdings musste sie mir Rede und Antwort stehen, wie sie zu den drei Karten für die Aftershowparty gekommen war. Hin gehen würde Jenny, unsere gemeinsame Freundin Jessy und ich. Wie sich herausstellte, hatte Jennys Onkel einige Kontakte und konnte deshalb großzügig die Karten springen lassen. Ich kannte Jennys Onkel zwar nicht, war ihm aber trotzdem sehr dankbar für die Tickets. In vier Tagen, wow. Für den nächsten Tag war „Sightseeingtour“ für mich auf dem Programm. Wir wollten uns alle wichtigen Sachen wie den Alexanderplatz und was es sonst noch alles zu sehen gab, ansehen. Ich wollte ja nicht in Berlin sein ohne etwas gesehen zu haben... Das dauerte eigentlich auch den ganzen Tag. Mittags waren wir beim McDonald’s und am Abend waren wir völlig erschöpft von der Tour. Aber ich hatte versprochen, der Familie einen typisch bayerischen Wurstsalat zu machen. Grinsend stand ich also in der Küche und schnippelte vor mich hin. Wurstsalat gibt es bei uns daheim echt sehr häufig und ich kann ihn schon im Schlaf zu bereiten. Die original Weißwürste, die ich auch mitgebracht habe, sollte es am nächsten Tag zum Mittagessen geben. Wir wollen es ja nicht gleich übertreiben. Nach dem Abendbrot lud ich noch die ganzen Bilder von meiner Digicam auf die Festplatte von Jennys PC, damit ich wieder Platz hatte. Ich glaube, ich habe in den vier Tagen schon über 200 Bilder gemacht, ich glaube das war mein neuer Rekord. Wir verabredeten uns auch noch für den nächsten Tag mit Jessy, um alles für Silvester zu planen. Als sie dann kam, forderte sie uns auf, unsere Kleider anzuziehen. Sie quietsche auf, und meinte, dass sie genau dasselbe vor zwei Wochen gekauft hätte. Also gingen wir nicht im Partnerlook, sondern sozusagen im Drillinglook. Wir machten probehalber uns gegenseitig schon mal die Haare und schminkten uns. Natürlich gefolgt von unzähligen Fotos. Jetzt waren es nur noch zwei Tage! Plötzlich rief meine Mutter an und meinte, die Fluggesellschaft hätte angerufen und gefragt, ob es möglich wäre, erst am 07.01. zurück zu fliegen und sie würden mir wegen eventuellen Unannehmlichkeiten auch 25,- rückerstatten. Unannehmlichkeiten? Ich machte vor Freude einen Luftsprung! Jetzt konnte ich sogar noch länger in Berlin bleiben und bekam auch noch Geld dafür. So sollte das Leben immer sein. Wir verabschiedeten uns von Jessy und machten es uns mal wieder mit dem Rest der Familie vor der Glotze gemütlich. Um 22 Uhr gingen Jenny und ich wie immer ins Bett und redeten aber noch lange im Dunkeln. Nur plötzlich hörte ich von Jenny nichts mehr, denn sie war eingeschlafen. Wir schliefen bis um kurz vor zwölf mittags, denn es war schließlich Sonntag und wir konnten eh nicht großartig was anfangen... Wir aßen dann erst mal unser Frühstück/Mittagessen und spielten dann ein wenig Wii. Dabei kommt man echt ins schwitzen! Ruhigere Töne schlugen wir bei allen möglichen Singstar Versionen an. Wobei wir beide gleich schlecht waren und uns über unsere Ergebnisse nur totlachen konnten. Morgen soll es also so weit sein. Endlich Silvester, endlich dann das Jahr 2008! Was dort wohl alles auf uns zu kommen wird? Wie immer legten wir uns um 22 Uhr hin und schliefen diesmal auch recht zügig ein. Entgegen meinen Erwartungen bin ich als Erste am nächsten Morgen aufgewacht. Ich war schon mega nervös, auch wenn es ja noch viele Stunden bis es losgeht dauerte. Mit meinem nervösen Rumgezappel hab ich dann um 9 Uhr auch schließlich Jenny aus ihrem Schlaf gerissen. Duschen wollten wir uns erst nach dem Mittagessen, damit wir dort gleich unsere Haare schön hinföhnen konnten. Der Vormittag ging so zäh wie ein Kaugummi vorbei. Als dann endlich um 14 Uhr Jessy auf der Matte stand, konnte es mit duschen und herrichten und allem Möglichen los gehen. Netterweise haben die zwei mir den Vortritt beim Duschen gelassen, weil ich am Schnellsten zu sein schien. Was sich dann auch im nachhinein bestätigte, denn im Gegensatz zu den anderen war ich nach einer viertel Stunde schon wieder im Bademantel umhüllt in Jennys Zimmer.

23.9.07 19:51
 


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