Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 7

So lange ist es ja auch gar nicht mehr bis Mitternacht. Es ist immerhin schon 23:20 Uhr! Also in vierzig Minuten würde es soweit sein. Mein Gott, was hatten wir 2007 alles erlebt. Ich seufzte auf. Erstaunt schauten mich alle an. „Ach, ich hab grad nur daran gedacht, was wir 2007 alles erlebt haben!“ Ich schaute nicht schlecht, als die vier Jungs anfingen zu lachen. „Und wir erst!“ Da ich nicht wusste, ob es nach Mitternacht ein Durcheinander geben würde, fragte ich die vier gleich nach einem Foto. „Ja klar! Wir haben ja noch Zeit! Also jeder mit jedem dann ein Bild, oder?“ Also knipsten wir unzählige Fotos. Jeder von uns hatte jetzt ein Bild mit jedem von den Jungs. Und am Schluss haben wir noch ein Gruppenbild gemacht. Sprich die Vier und wir drei. War gar nicht so einfach, sieben Leute auf ein Bild zu quetschen. Aber auf dem Display von meiner Digicam sah das ganze recht amüsant aus. Tom wollte die Bilder sehen, auf denen er mit drauf war. Also strecken wir eine nach anderen unsere Cams hin und er grinste stolz. „Kann ich da Abzüge von haben?“, fragte er. „Und wie sollen wir dir das dann geben? Ihr seit ja nicht im Internet und wann das nächste Konzert ist, steht ja auch nirgendwo...“, fragte Jessy verwundert. „Da wird es schon einen Weg geben“, grinste Tom. Der Kerl grinst wirklich verdammt oft, wahrscheinlich hat er morgens immer Muskelkater in den Backen! Wir setzten uns wieder zurück auf unsere Stühle. Verwundert schauten wir alle den Kellner an, der für uns die Sektgläser brachte. „Nanu, ist es schon zehn vor zwölf?“, fragte Gustav. „Nein, eigentlich ist es neun vor zwölf, ich hoffe Sie sind nicht sauer!“, gab der Kellner zur Antwort. Wir schüttelten alle unsere Köpfe. Wahnsinn, neun Minuten noch! Wie alle Anderen um uns herum, standen wir wieder auf, nahmen unsere Sektgläser und stellten uns so, dass wir das Feuerwerk gut sehen würden. Nur dummerweise war dort kein Strahler und ich fing sofort an zu zittern. Tom bemerkte es. „Ist dir kalt? Zu zitterst ja voll! Warte, ich geb dir meine Jacke!“ Jetzt stand ich da in einem schwarzen Kleid und einer übergroßen Jacke von Tom. Das sah in diesem Moment wahrscheinlich zum Brüllen aus. Aber im Moment war mir das relativ egal, die Jacke wärmte mich ein bisschen und das war ja die Hauptsache. Mit rotem Gesicht drehte ich mich zu Tom um und hauchte ein Dankeschön. „Nichts zu danken, ich kann ja nicht zu lassen, dass so ein hübsches Mädel vor meinen Augen erfriert!“ Jetzt wurde ich noch roter, wenn das überhaupt noch ging. Jetzt waren es nur noch fünf Minuten. Vor Anspannung nahmen Jenny, Jessy und ich uns bei den Händen. Keine Ahnung warum, aber irgendwie beruhigte uns das ungemein. Die Jungs schauten etwas verwirrt, als sie uns so sahen. „Ihr seit jetzt aber nicht zum anderen Ufer übergegangen, oder?“, fragte Georg misstrauisch. „Wer hat denn gesagt, auf welchem Ufer wir stehen?“, witzelte Jessy. „Und schon mal als Vorwarnung, es kann schon auch mal sein, dass die eine, der anderen ein Bussi gibt!“. Das saß. Die Vier machten große Augen. „Im Ernst? Ich hab noch nie Mädels knutschen sehen!“, gab Georg zu. „Tja, so kanns gehen im Leben“, meinte Jenny. „Aber grundsätzlich sind wir schon eher jungsorientiert“ „Dann sind wir ja beruhigt!“, antwortete Tom. Oh Gott, jetzt kam der Countdown! 10...9...8...7...6...5...4...3...2...1... Neujahr! Ich wollte gerade Jenny in die Arme fallen und ihr einen dicken Schmatzer verpassen, als ich merkte, dass da sich da jemand zwischen Jenny und mich stellte. Ich hatte die Augen schon geschlossen und merkte nicht, wer sich da zwischen Jenny und mich schob. Ich dachte, dass es Jessy sein musste. Als ich dann die vermeintlichen Lippen von Jessy traf, machte ich die Augen zwar nicht auf, aber fragte „Jessy, wann hast du denn dein Lippenpiercing rein gemacht? Vorhin hast du es doch noch bei Jenny rausgemacht weil du gemeint hast, das passt nicht zum Kleid!“ Als keine Reaktion kam, machte ich die Augen auf und zuckte erst einmal furchtbar zusammen. Ich hatte nicht Jessy geküsst... Ich hatte Tom geküsst! Dieser grinste mal wieder und flüsterte: „Naja, ich hoffe mal, ich war besser wie Jessy beim Küssen!“

23.9.07 20:03
 


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