Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 9

Denn Tom küsste mich jetzt direkt auf den Mund. Es war kein Fordernder Kuss, sondern eher ein liebevoller. „Gehen wir?“, fragte er seinen Bruder. Der nickte. „Könntet ihr mit dem Van vielleicht Jenny und Jessy heimfahren? Dann müssen sie nicht in der Dunkelheit und in der Kälte quer durch Berlin fahren!“, fragte ich sie hoffnungsvoll. „Jessy kann heute Nacht bei mir schlafen, dein Bett ist ja eh frei und dann ist es nur eine Fahrt“, entschied Jenny. Alle waren einverstanden und Jessy tippte ihrer Mum eine SMS. „Dann fahren wir euch jetzt heim und dann ins Hotel“, stellte Gustav fest. Er rief den Chauffeur an und bat ihn, zum Eingang zu kommen und uns zu holen. Da der Van nicht weit entfernt stand, war er auch schon bald da. Wir stiegen alle ein und der Fahrer fragte, wo er als erstes hinfahren müsse. „Nach Marzahn. Wenn wir dort sind, wird ich Sie hinführen. Ist nicht so ganz einfach, das Haus zu finden.“, erklärte Jenny. „Alles klar“, kam es vom Fahrersitz. Eine gute halbe Stunde später, standen wir vor dem Haus, in dem Jenny wohnt. Ich umarmte meine zwei Mädels und wünschte ihnen eine gute Nacht. „Dir auch!“, zwinkerte Jessy. Ich gab ihr einen Klaps auf den Po und grinste. „Halt, ich hab ja gar nichts zum Anziehen für Morgen! Und auch nichts für heute Nacht und zum Waschen!“, fiel mir erschrocken ein. „Ich komm gleich wieder!“ Ich rannte also mit Jessy und Jenny zum Aufzug, fuhren in den zehnten Stock und Jenny schloss die Haustür auf. Keiner war zu Hause, der Rest der Familie war noch irgendwo beim Feiern. Mit zitternden Finger sammelte ich alles ein, was mir wichtig erschien. Ich zog auch mein Kleid aus und schlüpfte in meine Lieblingsjeans und zog einen Pullover drüber. Noch einmal verabschiedete ich mich herzlich bei Jenny und Jessy. Ich spurtete mit meinen Sachen erneut zum Aufzug und fuhr in das Erdgeschoss. Schnell rannte ich zum Van und stieg ein. Meinen Rucksack stellte ich auf den Boden und schnallte mich erst einmal wieder an. Die Jungs waren ganz verdattert. „Was ist denn? Hab ich irgendwie einen Fleck auf dem Pullover?“, fragte ich misstrauisch. „Nene, alles in Ordnung. Ich hab mich nur grad gewundert, dass du so schnell wieder da warst. Vor allem dann auch noch in anderen Klamotten. Bei Mädels weiß man ja nie, wie lange sie brauchen“, grinste Georg. Ich verzog eine Schnute. „Keine Schnute ziehen, das macht mich ganz schwach“, empörte sich Tom. Ich musste lachen. „Danke für den Tipp“, grinste ich ihn diesmal an. Diesmal dauerte es fast eine dreiviertel Stunde, bis wir vor dem Hotel ankamen. Gott sei Dank waren keine Fans davor. Trotzdem rief Gustav Saki an, der kurz darauf mit den Schlüsseln kam. Freundlich stellte er sich bei mir vor und schüttelte die Hand. Ich betete inständig, dass ich nach der Begrüßung noch eine Hand hatte. „Du bist Stephanie nehm ich an?“, fragte er freundlich. „Ja, aber mir ist es lieber, wenn Sie mich Steffi nennen. Stephanie nennt mich eigentlich nur meine Mutter, wenn ich was angestellt habe“, erzählte ich ihm. Ich wunderte mich kaum darüber, woher er meinen Namen wusste. Wahrscheinlich hatte Georg ihm es in der SMS geschrieben. „Na dann auf in den vierten Stock! Eure Zimmer warten schon auf euch! Es sind leider nur 3 Einzelzimmer und ein Doppelzimmer gebucht. Das Doppelzimmer ist ja eigentlich für Bill alleine, aber vielleicht tauscht er ja mit Tom und dir!“, sagte er viel mehr zu Bill, als zu mir. „Oder würdest du lieber bei Bill als bei Tom übernachten?“, sagte Saki schelmisch. „Also... ähm...“, ich war total verlegen. „Hey, das war die falsche Antwort!“, kam es empört von Tom. „Ich würd eigentlich schon am liebsten bei Tom im Zimmer sein. Würdest du Tom und mir dein Zimmer überlassen, bitte“, fragte ich Bill und klimperte gewaltig mit den Wimpern. „Na also gut, aber ich hab was gut bei dir“, ergab sich Bill. „Ist okay“, sagten Tom und ich wie aus einem Munde. „Hab ich jetzt bei euch beiden was gut? Na gut, ist auch nicht schlecht“, lachte Bill. Wir fuhren mit dem Aufzug in den vierten Stock und jeder bekam seinen Schlüssel überreicht. Tom sperrte das Doppelzimmer auf und ging hinein. Zögernd blieb ich im Flur stehen und blickte nach rechts und links.
23.9.07 20:07
 


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