Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 13

„Dann ist ja gut“, war Tom zufrieden und umarmte mich liebevoll. „So, jetzt aber ab ins Bad, ich hab schon Hunger“, murrte ich. Tom zog die Nase kraus und steckte sie gleich wieder in meine Haare. „Hey, was wird das?“, fragte ich überrascht. „Du riechst so gut!“, kam es aus Richtung Hals. Ich stand auf, zog ihn mit mir und schlurfte Richtung Badezimmer. Dort angekommen schob ich ihn rein, drückte noch einen Kuss auf die Wange und machte die Türe zu. Sonst würde das ja nie was werden. Unschlüssig schaute ich mich im Zimmer um. Zuerst machte ich einmal das Bett. Musste ja nicht jeder Hotelangestellte sehen, wie verwuschelt es war. Dann hob ich unsere Klamotten auf und fing an, sie zu sortieren. Meine Klamotten und Toms. Auf Toms Stapel legte ich dann auch noch die Jacke, die ich in meinem Rucksack mitgebracht habe, die er mir an Silvester über die Schultern gelegt hatte. Zufrieden mit meiner Arbeit verräumte ich meine Wäsche. Inzwischen war es schon halb zwölf, ich hoffte so sehr, dass sie noch was zum frühstücken hatten. Denn ein Mittagessen zum Frühstück machen, das war nicht mein Ding. Ich konnte nach dem Aufstehen nichts Warmes essen. In Gedanken versunken ging ich auf den kleinen Balkon. Dort war ein Stuhl und ein kleiner Tisch. Ich setzte mich drauf und meine Augen streiften die Gegend. „Einfach herrlich“, dachte ich bei mir. Ich lies die Nacht noch einmal Revue passieren. Dachte liebevoll an Toms Gesten und wie vorsichtig er war. So etwas würde man ihm gar nicht zu trauen, wenn man glauben würde, er wäre so, wie es immer in den Zeitschriften geschrieben wurde. Nein, Tom war ganz anders und das liebte ich an ihm, wie er war. Vor einer Weile musste es noch geregnet haben, denn Wasser war am Geländer und auf dem kleinen Tisch. Ohne mir groß etwas dabei zu denken, fing ich an, Herzchen auf den Tisch zu malen. Diese konnte man durch den Wasserfilm gut sehen. Doch etwas fehlte noch. In der Mitte des Tisches, wo noch keine Herzchen waren, war noch Platz frei. Dort schrieb ich gedankenverloren „Tom, ich liebe Dich!“ hin. Eine leise Stimme hinter mir hauchte mir ins Ohr „Ich liebe dich auch!“. Ich fuhr zusammen. „Seit wann stehst du denn hinter mir? Ich hab dich gar nicht gemerkt!“, fragte ich etwas erschrocken. „Kein Wunder, du hast mit offenen Augen geträumt und vor dich hin gemalt. Ich steh hier seit zwei Minuten oder so“, gab er mir als Antwort. „Bist du fertig?“ Er nickte. Zusammen verließen wir das Zimmer und gingen zu Gustavs Zimmer. Tom klopfte. Offensichtlich haben die anderen Drei schon auf uns gewartet, denn kaum später öffnete Bill schon die Tür. „Da seid ihr ja endlich! Ich dachte schon, wir müssten verhungern!“, sagte Bill und zog eine Schnute. Zusammen hingen wir hinunter in den Speisesaal. Wie ich es befürchtet hatte, es gab kein Frühstück mehr. Ich verzog meinen Mund zu einer Schnute und legte meine Stirn in Falten. „Süße, was ist denn los?“, fragte Tom erstaunt. „Die haben kein Frühstück mehr, nur Mittagessen...“, gab ich ihm enttäuscht zur Antwort. „Ist doch nicht so schlimm, dann machen wir halt das Mittagessen zum Frühstück“, versuchte er mich zu beruhigen. Mich schüttelte es. „Ne, danke. Ich setz mich zu euch und hol mir dann später vom Bäcker eine Semmel. Ich krieg nach dem Aufstehen nichts Warmes runter“, erklärte ich ihm. Er willigte ein und wir suchten uns einen Platz. Den Anderen fiel auf, dass ich nichts aß. „Was ist denn mit dir los, warum isst du nichts? Bist du schwanger?“, fragte Georg. Zack, dass saß. Ich schaute ihn ungläubig an und Tom verschluckte sich an seinen Pommes. „So gefühlvoll kannst aber auch nur du sein, Georg“, konterte ich lachend. „Aber nein, ich bin nicht schwanger. Zumindest weiß ich davon nichts. Und die Mutter sollte es eigentlich am Besten wissen, oder?“, grinste ich ihn an. „Aber dein Knutschfleck am Hals sieht wirklich toll aus“, meinte Georg frech. Zum zweiten Mal schaute ich recht geschockt. „Knutschfleck? Wo? Sieht man den arg?“, brachte ich schockiert raus. Bill fuhr mit seiner Hand an die Stelle, an der Tom heute Nacht gesaugt hatte. „Genau da. Und er leuchtet wie eine Ampel!“
23.9.07 20:18
 


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