Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 15

Wir setzten uns in den Van und dieser fuhr kurz daraufhin auch schon los in Richtung Einkaufscenter. „Was möchtest du eigentlich einkaufen? Hast du da bestimmte Vorstellungen?“, fragte mich Tom. „Ne, eigentlich nicht. Aber wir gehen da auch shoppen, da nimmt man sich ja eigentlich nichts besonderes vor“, gab ich als Antwort und zwinkerte ihm zu. Ich fühlte mich einfach wie der glücklichste Mensch auf Erden und konnte das alles eigentlich noch gar nicht richtig fassen. Tom griff nach meiner Hand und hielt sie fest. Nach einer halben Stunde Fahrt, fuhr der Van in eine Tiefgarage, von der man in die Einkaufspassage gelangen konnte. Zum Glück war nicht viel los, da die meisten Berliner wahrscheinlich lieber ihren freien Tag zu Hause verbrachten. Umso besser für uns. Meine „Begleiter“ brauchten sich nicht einmal komisch zu verkleiden mit Haare verstecken und so was. „Bist du dir auch ganz sicher, dass du mit mir shoppen gehen willst?“, fragte ich gespielt beunruhigt Tom. Der schaute mich nur fragend an. Zu einer Antwort kam er erst gar nicht, denn ich hatte schon einen Douglas ins Visier genommen. Da ich ja noch einiges an Geld von meinen Verwandten übrig hatte, konnte ich nach Herzenslaune einkaufen. Bei Douglas hielten wir uns echt lange auf. Und letzten Endes bin ich dann doch leer wieder aus dem Geschäft heraus, weil mir dort alles zu teuer war. Tom sichtete eine Bäckerei und schickte mich dort hin, damit ich mir was kaufen konnte. „Schließlich hast du ja noch nichts gegessen und nicht dass du mir vom Fleisch fällst“, gab Tom mir zu Bedenken. Kopfnickend ging ich auf die Bäckerei zu. Tom wollte gleich nachkommen, er wollte Bill suchen. Der ist irgendwo in der Lidschattenabteilung von Douglas kleben geblieben und kam nicht mehr heraus. Als ich mich allerdings umdrehte, merkte ich jedoch relativ schnell, dass das nur ein Vorwand gewesen war. Ein Tom mit einem Strahlen auf dem Gesicht, welches man hätte an den Ohren aufhängen können, kam auf mich zu, mit einem kleinen viereckigen Ding, welches mit schlichtem Papier verpackt war. Ich traute meinen Augen kaum. „Bist du verrückt? Du musst mir doch nichts kaufen!“, schimpfte ich leicht, aber ich konnte meine Freunde überhaupt nicht verdecken. „Ja, ich bin verrückt, nach dir! Und weil ich gesehen habe, wie du drei Mal zu diesem Parfum hingegangen bist und daran gerochen hast, konnte ich einfach nicht anders“, „entschuldigte“ sich Tom. Mit zitternden Händen packte ich mein Geschenk auf. Ich konnte es mir schon denken, was es war, wollte es aber nicht glauben, da ich mir das schon so lange gewünscht hab. „Bruno Banani – Pure Woman! Oh Schatz, du bist der Beste!”, freute ich mich riesig, und viel Tom um den Hals. Gleich sprühte ich mir, wie ich es immer bei Parfums mache, ein paar Tropfen an den Hals, einen Tropfen in den Ausschnitt und einen Tropfen an jedes Handgelenk. Das war nicht zu aufdringlich, aber wenn man mich umarmte oder ähnliches, empfanden das die meisten als angenehm. Und Tom vergrub sofort sein Gesicht an meinem Hals. Da ich um einiges kleiner bin als er, musste er sich ziemlich herunterbeugen, damit er solche Gesten ausführen konnte. Aber schließlich musste ich auch immer auf Zehenspitzen gehen, wenn ich ihn küssen wollte. Als dann nach zehn Minuten die anderen Drei auch aufgetaucht waren, schlenderten wir weiter die Einkaufsstraße entlang. Nach einiger Zeit fiel mein Blick auf einen großen H & M Laden. Ich machte große Augen und mir war gut anzusehen, dass ich dort unbedingt rein wollte. „Also gut, dann gehen wir da auch rein. Aber nur, wenn ich dir bei der Klamottenwahl ein bisschen helfen darf“, bot Tom den Kompromiss an. Jetzt war ich ja gespannt, was er mir für Klamotten unter die Nase halten würde. Da es ein reiner H & M für Frauen und Mädels war, mussten wir nicht nach Abteilungen suchen. Ich ging von einem Kleiderständer zum nächsten, hielt einige Teile in die Höhe um sie zu betrachten. Viele hängte ich wieder zurück, andere legte ich mir über den Arm zum Anprobieren. Als ich meinen Arm schon gar nicht mehr spürte, kam mir Georg zur Hilfe und nahm mir die Klamotten ab. Nun war es wirklich an der Zeit in eine Umkleidekabine zu gehen und anzuprobieren. Von Tom war weit und breit nichts zu sehen. „Toooooom, ich probier jetzt einiges an, möchtest du die Sachen dann sehen?“, rief ich quer durch den Laden. Dass die Verkäuferinnen missmutig schauten, machte mir nicht im geringsten etwas aus. „Ja, ich komme!“, kam vom anderen Ende des Ladens die Antwort. Ein vollbepackter Tom kam mir dann entgegen.
25.9.07 22:26
 


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