Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 22

„So, fertig mein Schatz“, verkündete er lautstark. Er winkelte seinen Arm an und ich schnappte mir nur schnell meine Handtasche und hakte mich bei ihm unter. „Wir sehen wahrscheinlich aus, wie ein altes Ehepaar“, musste ich auf dem Flur lachen. Bill musste mein Lachen gehört haben, denn kurz darauf ging die Tür auf und er kam heraus. Er wollte gerade etwas freches sagen, dass sah man an dem Gesichtsausdruck. Aber als er um die Ecke bog und uns so sah, blieb er angewurzelt stehen. „Wo solls denn heute noch hingehen, wie ihr euch aufgemotzt habt?“, fragte Bill verdutzt. „Wir gehen zum Italiener!“, teilte ich erfreut mit. „Und wer weiß, vielleicht bringe ich Tom ja noch dazu, in eine Disco zu gehen und zu tanzen“, schmunzelte ich Tom an. „Das ist nicht dein Ernst“, sagte er mit stirnrunzelnder Mimik. Ich grinste ihn nur breit an. „Mein Bruder beim Tanzen? Das will ich sehen! Steffi schreib mir ne SMS wenn ihr in einem Club seit!“, bettelte Bill. „Hmmm, ich überlegs mir. Vielleicht will ich deinen Bruder ja auch ganz allein für mich auf der Tanzfläche haben“, antwortete ich ihm. Tom schien erleichtert von meiner Antwort zu sein. „Aber eine Absage war das jetzt nicht“, zwinkerte ich Bill zu. Bevor ich noch mehr sagen konnte, zog Tom mich aus dem Flur zu dem Fahrstuhl. Ich hatte mich ja immer noch bei ihm untergehakt. Er drückte den Knopf, dass wir nach unten wollten. „Wo gehen wir eigentlich hin? Sollten wir nicht den Fahrer anrufen?“, war ich neugierig. „Das wird ne Überraschung. Der Italiener ist nicht so weit weg, da können wir zu Fuß hin“, lächelte Tom. Der Aufzug öffnete sich mit einem „Pling“ und wir gingen hinein. Die Türe hatte sich gerade geschlossen, da klingelte mein Handy. „Kann man das blöde Ding nicht ausmachen?“, beschwerte sich Tom. Aber er meinte es nicht so, er lächelte gleich wieder. Ich nahm das Gespräch ab und meldete mich mit meinem Namen. Jenny wollte wissen, was heute Abend noch so anstehen würde. Sie hätte Lust auf Tanzen. Ich versicherte ihr in diesem Moment, dass wir mal wieder Telepathie ausgeübt haben. Ich erzählte ihr von der vorherigen Situation im Flur. „Super! Also gut, dann gehen wir heute Abend in ne Disco! Am Besten mit allen vier Jungs und Jessy muss auch mit!“, freute sich Jenny am anderen Ende. Wir machten aus, dass Jenny Jessy überreden sollte und ich die Jungs fragen würde. „Ich lieb dich!“, verabschiedete sich Jenny bei mir. „Ich lieb dich auch!“, tat ich es ihr gleich und legte auf. Tom stand recht verdattert da. Inzwischen standen wir in der Lobby und Tom hatte gewartet, bis ich mein Telefongespräch beendet hatte. „Was geht denn jetzt ab? 1. warum sagst du zu jemand anders ‚Ich lieb dich auch!’ und 2. was frägst du die anderen Jungs?“, kam es misstrauisch von Tom. „Ich verabschiede mich schon seit Jahren so von Jenny, aber ich lieben tu ich natürlich nur dich“, erklärte ich ihm und drückte ihm einen Kuss auf den Mund. Sofort schlang Tom seine Arme um meine Hüften und zog mich an sich. „Ich liebe Dich“, flüsterte er, als wir uns wieder voneinander lösten. „Ich dich auch!“, hauchte ich zurück und drückte mich noch enger an ihn. Dann geschah etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte. Wie ein kleines Kind hob er mich hoch. „Tom nicht, ich bin dir doch zu schwer!“, protestierte ich. „Quatsch mein Engel“, konterte er. Er hob mich nicht weit vom Boden hoch, so hoch eben, bis ich gerade aus in seine Augen sehen konnte und nicht mehr den Kopf nach oben richten musste. Er drückte mir noch mal einen Kuss auf den Mund und lies mich wieder runter. „Setzen wir uns kurz in die Sofaecke? Ich muss noch ein paar SMS schreiben. Wir können aber gleich los!“, bettelte ich. Also setzten wir uns auf die Sofaecke und ich nahm wieder mein Handy zur Hand. „Hey! Jenny hat den Vorschlag gemacht, dass wir alle zusammen, inklusive Jessy nachher in eine Disco gehen. Was haltet ihr davon? Gehen ja jetzt erst essen. Ich weiß nicht wo, Tom meint es ist nicht weit von hier. Ich meld mich wieder und ihr könnt ja dann vor das Restaurant kommen! Aber sagt vorab schon mal Bescheid, ob ihr Lust dazu habt! Liebe Grüße, Steffi“ tippte ich wild drauf los. Nach kurzer Zeit war ich fertig und gab die Empfänger Bill, Georg und Gustav ein. „Nachricht gesendet“, stand dann kurz darauf auf dem Display.
5.10.07 11:22
 


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