Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 23

Jetzt hieß es also warten, bis sich die Jungs melden würde. Ich stellte das Handy auf Vibrationsalarm, damit die eingehenden Nachrichten nicht so auffallen würden. Ich stand also auf und streckte Tom meine Hand entgegen. Dieser nahm sie auch erfreut und wir schlenderten Hand in Hand aus dem Hotel. Es war erbärmlich kalt und ich fing sofort an, wie bekloppt zu zittern. Tom merkte es schnell und zog mich noch enger an sich. Engumschlungen liefen wir durch die Straßen. Wir waren jetzt schon seit einer viertel Stunde unterwegs. Wo sollte denn das Restaurant sein? Ganz in Gedanken vertieft, schaute ich gar nicht, wohin wir liefen. Ich stutzte nur, als Tom abrupt stehen blieb. Jetzt richtete ich auch mein Blick auf das Schild und schlussfolgerte bei dem italienischen Namen, dass Tom wohl diesen Italiener gewählt hatte. Wir gingen hinein und kurz darauf kam auch ein kleiner Kellner auf uns zugewatschelt. Buona sera! Haben Sie reserviert?”, fragte der Kellner freundlich. „Ja, auf Kaulitz!“, gab Tom fröhlich zurück. Der kleine Mann stutzte kurz und meinte lächelnd, wir sollten ihm folgen. Er bot uns einen Tisch im hintersten Teil des Restaurants an. Tom und ich setzten uns gegenüber und der Kellner holte uns die Speisekarten. „Möchten Sie schon die Getränke bestellen?“, fragte uns der Kellner freundlich. „Eine Cola bitte“, bestellte Tom. „Und für Sie Senorita?“, fragte er, nachdem er Toms Cola auf seinem Zettel notiert hatte. „Ein Mineralwasser bitte!“, bestellte ich. Der Kellner nickte und wackelte wieder davon. „Viel gesünder geht’s aber nicht mehr!“, blinzelte mich Tom an. „Ich muss halt auf meine Figur achten.“, entgegnete ich lachend. „Wo denn? Du bist doch schon perfekt!“, konterte Tom und ich ergab mich diesem Urteil. Ich vertiefte mich in die Speisekarte und Tom tat es mir gleich. Eigentlich wollte ich nicht immer dasselbe bei einer Pizza essen, aber Hawaii schmeckt mir nun mal am Besten. Also klappte ich die Speisekarte wieder zu und beobachtete Tom. Dieser blätterte einige male hin und her und schien sich nicht entscheiden zu können. Ihm viel scheinbar auf, dass ich nicht mehr blätterte und schaute verwundert auf. „Weißt du schon, was du nimmst?“, fragte er verdattert. Ich nickte und lächelte ihn an. Tom lehnte sich wieder über die Speisekarte und schien sich nach kurzen entschieden zu haben. Auch er klappte die Speisekarte zu und schien zufrieden zu sein. Ich wühlte in meiner Handtasche, um mein Handy zu suchen. Mich würde es nicht wundern, wenn ich mal wieder den Vibrationsalarm nicht mitbekommen hätte. Und tatsächlich. „4 eingegangene Nachrichten“, stand da auf dem Display. Also hatten sich alle gemeldet. Tom schaute neugierig zu mir rüber. „Wer hat dir denn da geschrieben?“, fragte er neugierig. Es legte sich ein lächeln auf meine Lippen, aber ich erwiderte nichts. Zuerst wollte ich lesen, was in den SMS stand. Die erste Nachricht war von Bill: „Klar hab ich Lust! Hab ich ja vorhin schon gesagt? Was hat denn mein Brüderchen dazu gesagt? Oder weiß er noch gar nichts davon? Meld dich doch, wo wir hinkommen sollen!“ So ähnlich klangen auch die SMS von Georg und Gustav. Jenny hatte mir mitgeteilt, dass Jessy Lust hat und schon auf dem Weg zu ihr sei. Ich tippte schnell den Namen des Restaurants ein und schickte diese SMS dann an Jenny, Bill, Georg und Gustav. Als ich damit fertig war, klappte ich das Handy zu und verflocht Toms rechte Hand mit meiner. „Was stellst du denn da hinter meinem Rücken an?“, bohrte Tom weiter. Ich überlegte hin und her, ob ich es ihm gleich erzählen würde, oder erst später. „Hmmmm... was krieg ich denn dafür, wenn ich es dir verrate?“, fragte ich Tom und setzte einen unschuldigen Blick auf. „Was wünscht du dir denn? Oder soll ich mir was einfallen lassen?“, fragte Tom. Bei der letzten Frage setzte er allerdings ein schelmisches Grinsen auf. Zuerst zog ich eine Augenbraue hoch und musste dann doch lachen. „Denkst du eigentlich nur an das Eine?“, kam es lachend von mir. „Nöööö, ich denk den ganzen Tag nur an dich“, „beteuerte“ Tom und führte meine Hand zu seinem Mund. Er setzte ein kleines Küsschen auf den Handrücken. „Weil ich so glücklich mit dir bin!“, fügte er noch hinzu.
27.10.07 22:47
 


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