Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 24

Mein Herz machte einen gewaltigen Sprung und ich fühlte mich mal wieder wie der glücklichste Mensch auf Erden. Tom zog sanft an meinem Arm und bedeutete mir somit, zu ihm um den Tisch zu kommen. Ich stand also auf und ging zu ihm. Immer noch von Glück gesegnet setzte ich mich auf Toms Schoß und legte meine Lippen auf seine. Es war kein fordernder Kuss, sondern ein Kuss, in den ich all meine Liebe hineinlegte. Genauso langsam wie der Kuss begonnen hatte, hatte er auch wieder geendet. Ich legte meinen Kopf auf seine Schultern und seufzte tief. „Die Jungs, Jenny und Jessy wollen nachher noch mit uns weggehen. Deswegen die vielen SMS“, verriet ich ihm. „Aber wenn du absolut nicht willst, kann ich es auch noch absagen“, gab ich kleinlaut noch dazu und senkte meinen Blick zu Boden. Er zog allerdings meinen Kopf wieder zu sich nach oben und blickte mir in meine Augen. „Hey, wenn du dir das wünschst, dann machen wir das auch. Vielleicht kann ich ja noch was von dir in Sachen Tanzen lernen“, lächelte er mich an und setzte einen kleinen Kuss auf meine Nasenspitze. „Aber ich glaube, wir setzen uns wieder auf unsere eigenen Stühle, der Kellner kommt gerade“, stellte er fest. Ich stand also auf und tatsächlich, ich hatte mich gerade erst hingesetzt, als schon der Kellner von eben kam. Er brachte unsere Getränke und fragte uns nach unseren Bestellungen fürs Essen. Jeder bestellte also seine Pizza und der kleine Mann lief eilig wieder Richtung Küche. „Wann und wo sollen wir uns denn treffen?“, fragte mich Tom neugierig. „Ich dachte, ich schreib ne Rund-SMS, wenn wir mit Essen fertig sind. Wo wir sind, wissen schon alle“, schmunzelte ich vor mich hin. Tom legte seine Hand auf meine und streichelte zärtlich darüber. Nachdenklich legte ich meinen Kopf schief. „Was ist denn los?“, kam auch prompt die Reaktion von Tom auf mein Verhalten. „Ich denk nur grad an Silvester, an den Abend, an den ersten Kuss, als ich dachte dass du Jessy bist, und dann der erste richtige Kuss, als ich auch wusste, dass du, du bist. Und allem in allem, frage ich mich immer wieder, wie ich das Glück hatte, so jemand tolles wie dich zu bekommen. Immerhin waren noch zwei andere Mädels bei mir mit dabei, und hunderte andere Mädels in der Menschenmasse“, plapperte ich vor mich hin. Nach kurzem Überlegen antwortete Tom schließlich: „Silvester war einfach der schönste Tag überhaupt. Und warum ich ausgerechnet dich haben wollte? Weil ich während den Gesprächen gemerkt hab, dass du kein pubertierender Kreischie bist, der sofort in Ohnmacht fällt, wenn er uns sieht. Eben ein bodenständiges Mädchen, bei dem man allerdings das Gefühl entwickelt, dass man es beschützen möchte. Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.“ Von dieser Antwort war ich mehr als baff. Langsam lief mir eine einzelne Träne über meine rechte Wange. „So was schönes hat noch nie jemand zu mir gesagt!“, gab ich mehr als gerührt von mir. „Ich geb dich nie mehr her!“, fügte ich noch lächelnd hinzu. „Das würde ich auch nicht erlauben!“, grinste mich Tom an. Wir lächelten uns noch eine Zeit lang an, dann kam schließlich auch der Kellner mit unseren Pizzen wieder.
30.10.07 11:12
 


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