Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 25

Vorsichtig stellte er jeweils die Teller ab, wünschte uns einen guten Appetit und marschierte wieder von dannen. „Hmmm, die riecht lecker!“, stellte Tom fest und schnitt auch sofort ein Stück seiner Pizza heraus, um sie zu essen. Lächelnd verfolgte ich dieses Spektakel und vergaß dabei völlig, meine eigene Pizza zu essen. „Hast du keinen Hunger?“, fragte er mich völlig verdutzt, als er sein eben herausgeschnittenes Stück vertilgt und ich meine Pizza noch nicht einmal angesehen hatte. „Was? Doch doch!“, fuhr ich aus meinen Gedankengängen und fing ebenfalls mit essen an. Nach ungefähr einer halben Stunde des Schweigens hatte wir beide unsere Pizzen gegessen. Als ich auf meine Handy-Uhr schaute, stellte ich fest, dass es inzwischen 21.30 Uhr geworden ist. „Soll ich den Anderen jetzt eine SMS schreiben, wo wir sind, damit sie herkommen sollen, oder erst später?“, blickte ich Tom fragend an. „Ich hab grad richtig Lust wegzugehen. Also kannst ihnen gleich schreiben wo wir sind. Bis dann alle da sind, haben wir auch bezahlt“, antwortete mir Tom. Gesagt getan. Schnell tippte ich eine SMS an Bill, Georg, Gustav, Jenny und Jessy. Zufrieden klappte ich mein Handy wieder zu und wandte mich an Tom. „Auf was für ne Art Disco hättest du denn Lust? Irgendwas spezielles?“, fragte ich Tom. Dieser schüttelte nur den Kopf. „Lass uns doch einfach durch die Straßen laufen. Und wenn uns eine Disco zusagt, gehen wir einfach rein. Oder was meinst du?“, machte er den Vorschlag. Nickend stimmte ich ihm zu. Im selben Moment kam auch der Kellner wieder auf uns zu, nahm die Teller, fragte ob wir zufrieden gewesen wären und ob wir noch einen Wunsch hätten. „Das Essen war superlecker! Wir würden jetzt gerne zahlen“, meinte ich freundlich zu dem Kellner. Er nickte und ging mit den Tellern fort. Verwundert schaute ich auf, als er kurz danach mit einem Zettel und dem Geldbeutel wieder aus der Küche und auf unseren Tisch zu kam. Schnell kramte ich in meiner Handtasche nach meinem Geldbeutel. „Den kannst du drin lassen, ich zahle!“, meinte Tom bestimmt zu mir. Mit großen Augen schaute ich ihn an. „Das musst du wirklich nicht! Ich kann auch ruhig für mich selber zahlen!“, versuchte ich ihn umzustimmen. Er kam aber gar nicht mehr zu seiner Antwort, denn der Kellner fragte schon: „geht das zusammen oder getrennt?“. Schnell sagte Tom: „zusammen!“, und blickte mich dabei liebevoll an. Er sah wohl, dass mir das ziemlich unangenehm war und strich mir über meinen Handrücken. „Das macht dann 27,60 €!“, verkündete der Mann und legte Tom den Zettel hin. Tom nickte und suchte das Geld raus. „Passt so, vielen Dank!“ sagte Tom und reichte dem Mann 30 €. Der Kellner bedankte sich und wünschte uns noch einen schönen Abend. Wir standen beide auf und Tom half mir in meine Jacke. „Ganz gentlemanlike“, grinste ich ihn frech an. „So bin ich halt, der geborene Kavalier!“, konterte Tom. Zusammen verließen wir das Lokal und warteten vor der Tür auf die Anderen. Kaum hatte ich einen Schritt vor die Tür gesetzt, fing ich schon wieder an zu zittern. „Frierst du schon wieder? Mir is grad total heiß!“, fragte mich Tom ungläubig. „Dir ist heiß?! Ich erfrier hier gleich!“ gab ich konternd zurück. Ich konnte gar nicht so schnell zittern, wie ich fror. „Komm her, ich wärm dich ein bisschen!“ raunte mir Tom ins Ohr und zog mich sogleich in eine enge Umarmung. Schnell schlang ich meine Arme um ihn und legte meinen Kopf auf seinen Oberkörper. „Du bist ja wirklich total warm!“, wunderte ich mich doch laut. Tom antwortete nicht, sondern setzte nur einen Kuss auf meine Haare. Auch er hatte seine Arme um mich geschlungen und fing an, meinen Rücken hoch und runter zu fahren. Genießerisch schloss ich meine Augen und ließ diese Zärtlichkeiten auf mich wirken. Ganz „zufällig“ ist seine Hand zu weit runter gefahren und strich über meinen Hintern. Erschrocken quietschte ich auf, weil ich nicht damit gerechnet hatte. „So schreckhaft heute? Oder darf ich da nimmer hinlangen?“, fragte mich Tom frech. Was sollte ich denn darauf antworten? Klar durfte er! Anstatt einer Antwort kuschelte ich mich wieder wie vorher an ihn, nur dass ich diesmal meine Hände in seine hintere Hosentaschen vergrub. Lange standen wir nicht da, als wir Stimmen rufen hörten. „Hey! Da seit ihr ja! So engumschlungen haben wir euch ja gar nicht erkannt!“. Schnell kamen drei Personen auf uns zugelaufen. Nacheinander standen dann also Bill, Georg und Gustav vor uns. „Ihr könnt eure Finger aber auch gar nicht voneinander lassen!“, stellte Bill frech fest. Gleichzeitig streckten Tom und ich die Zunge raus.
18.11.07 20:19
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de