Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 27

Das Lied war zu Ende. Völlig erschöpft blieb Bill auf der Tanzfläche stehen. „Machst du schon schlapp?!“, rief ich ihm zu. Diesmal war es Bill, der mir die Zunge rausstreckte. Es setzte ein langsameres Lied ein. Ich legte meine Arme um seinen Hals, wie es eben bei langsamen Liedern üblich ist. Nach ein paar Takten sah ich, wie Tom auf uns zu kam. Er tippte seinem Bruder auf die Schulter und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Tom zog mich zu sich und setzte einen Kuss auf meinen Mund. Offenbar wollte er seinem Zwilling zeigen, dass das sein Revier war. Bill schaute zuerst verdutzt und dann grinsend zu uns rüber. „Ich spann dir deine Süße schon nicht aus!“, spielte er den Beleidigten. Als Krönung zog er noch einen Schmollmund. Sein Gesicht verzog sich aber schnell wieder zu einem Grinsen, als er sah, dass ein schnelleres Lied gespielt wurde und Tom und ich anfingen zu tanzen. „Ich bin dann wieder bei den Anderen!“, rief uns noch zu und verschwand zu den Sofas. Nach fünf Liedern war Tom dann jedoch so erschöpft, dass wir ebenfalls zu den Sofas zurück gingen. Wir setzten uns wieder auf unsere Plätze und kuschelten wie immer. Georg schaute uns immer wieder grinsend an. Mir ging sofort wieder der Satz mit der Granate durch den Kopf. Ich runzelte die Stirn und nahm einen großen Schluck von meinem sex on the beach. Da es wirklich ein großer Schluck gewesen war, verschluckte ich mich auch prompt und hustete, was das Zeug hält. Erschrocken klopfte mir Tom auf den Rücken. „Na, war mein Schatz mal wieder zu gierig?“, zog er mich jedoch dann auf, als es mit dem Husten besser war. Die ganze Mannschaft fing über diesen Spruch an zu grölen, nur ich zog einen Schmollmund. „Nicht schmollen! Du weißt doch, dass mich das schwach macht!“, flüsterte Tom mir leise ins Ohr, damit es kein Anderer hören konnte. Meine Augen blitzten auf. Eine kleine Racheaktion sollte heute Abend schon noch drin sein für mich. Ich nahm mir wieder meinen Drink und leerte den kleinen Rest. Auch die anderen hatten schon leere Gläser. „Sollen wir noch eine Runde holen, oder sollen wir lieber wieder zurück? Die Disco füllt sich hier gerade bedrohlich schnell!“, warf Georg in die Runde. Ich nahm mein Blick von Tom und streifte durch die Disco. Tatsächlich kam es mir so vor, als ob nun die doppelte Anzahl von Menschen hier drin waren. „Also ich hätte nichts dagegen, wenn wir wieder zurück gehen würden. Und ihr?“, verkündete ich meine Meinung. Tom nickte mir zustimmend und auch der Rest fand das am Besten. Also standen wir auf und zogen unsere Jacken an. Die Jungs waren gerade noch mit ihren Jacken beschäftigt, als ich Jenny zur Seite zog. Mit fragendem Blick schaute sie mich an. „Hättest du was dagegen, wenn ich noch mal bei Tom übernachten würde?“, fragte ich sie und setzte dabei den größten Dackelblick auf, den ich so draufhatte. Jenny grinste mich wissend an. „Kein Problem! Aber ein bisschen möchte ich auch noch was von dir haben! Schließlich hatte ich noch nicht so viel von dir!“, meinte sie zu mir. Tom räusperte sich neben mir. „Was gibt’s denn da zu flüstern?“, fragte er neugierig. „Schatz, du darfst alles essen, aber nicht alles wissen!“, belehrte ich ihn. Nun war er derjenige, der einen Schmollmund zog. Schnell zog ich ihn zu mir und legte meine Lippen auf seinen Schmollmund. Dieser verschwand allerdings schnell wieder, denn er genoss sichtlich diese Zärtlichkeiten. Ich löste mich nach einer Weile wieder von ihm, drückte mich aber anschließend sofort an ihn. „Sind dann alle soweit zum Aufbruch?“, fragte Gustav in die Runde und wir marschierte los, nach draußen. Wie üblich fing ich draußen sofort wieder an zu zittern. Wir verabschiedeten uns von Jenny und Jessy, weil sie in eine andere Richtung mussten wie wir. Die Jungs winkten den Beiden zu. Ich zog allerdings Beide in eine kräftige Umarmung. Sie konnten gar nicht ahnen, wie dankbar ich ihnen für alles war. „Schlaft schön! Ich meld mich morgen!“, raunte ich den Mädels noch jeweils ins Ohr. „Du auch! Und viel Spaß heute noch!“, wünschte Jenny mir wissend. Ich setzte ihr noch einen Schmatzer auf die Backe und ging wieder zu den Jungs. Ein letztes Mal drehte ich mich um und winkten den Zwei. Nun liefen Jenny und Jessy in ihre Richtung, und wir Richtung Hotel zurück.

19.11.07 15:09
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de