Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 30

Er schaute mir ein letztes Mal direkt in die Augen, bevor er stöhnend kam. Auch bei mir dauerte es nicht mehr lange. Nach einem kleinen Aufschrei war es dann auch bei mir soweit. Man konnte uns beiden die Anstrengung ansehen. Ich schloss kurz die Augen, aber nur um sie wieder zu öffnen und Tom wieder in seine Augen blicken zu können. Ein liebevolles Lächeln lag auf seinen Lippen. Zärtlich legte Tom seine Lippen auf meine. Ich zog ihn ganz nahe an meinen Körper, wollte ihn ganz nahe bei mir haben und nie wieder los lassen. Tom legte sich neben mich, aber nur, um mich sofort wieder an sich zu ziehen. Wir kuschelten noch lange, ehe wir dann beide eingeschlafen waren. Wieder einmal wurde durch lautes Klopfen an der Tür geweckt. Ich stöhnte leise auf. Hoffentlich hatte derjenige vor der Tür einen guten Grund, uns zu wecken. Ich fand mich in genau derselben Lage wieder, wie ich gestern eingeschlafen war. Ein Arm von Tom war um mich geschlungen und die andere Hand lag auf meinem Bauch. Jetzt musste ich doch lächeln. Wie ein kleiner Kuschelteddy lag er da friedlich in dem Bett und schlief. Aber das Klopfen an der Tür lies nicht nach. Also warf ich mir mal wieder die nötigsten Klamotten über und ging zur Tür. Bill hatte sich mal wieder als Störefried herausgestellt. „Guten Morgen! Find ich dich jetzt jeden Morgen nur in den nötigsten Klamotten vor?“, witzelte er. Ich hatte überhaupt mühe, meine Augen offen zu halten. „Was gibt’s denn?“, stellte ich einfach die Gegenfrage, ohne auf seine vorherige Frage zu antworten. „Wir wollten eigentlich in einer halben Stunde frühstücken gehen! Darum bin ich jetzt schon gekommen, damit du deinen Schatz noch wecken kannst und ihr noch ins Bad könnt!“, informierte er mich. Das fand ich jetzt toll, wenigstens wurde man nicht so vor vollendete Tatsachen gestellt und musste in zwei Minuten am Besten schon fertig sein. „Okay, wir kommen dann zu dir rüber!“, meinte ich zu Bill. Er ging wieder zurück zu seinem Zimmer und ich ging wieder in Tom und mein Zimmer. Tom lag immer noch genauso friedlich wie zuvor in seinem Bett. Ich konnte einfach nicht anders, als zu meiner Tasche zu gehen, meine Digicam zu holen und dieses „Schauspiel“ zu fotografieren. Einfach viel zu goldig. Langsam kam dann aber doch Leben in Tom. Ich sah, wie er mit der einen Hand, die vorhin noch auf meinem Bauch gelegen war jetzt tastend auf dem Betttuch nach mir suchte. „Steffi? Wo bist du?“, hörte ich Tom nuschelnd fragen. Ich ging zu seiner Bettseite, beugte mich runter und hauchte ihm ein „Hier!“, ins Ohr. Langsam drehte er sich zu mir um und schaute mich mit verschlafenen Augen an. „Warum bist du denn schon wieder angezogen?“, fragte er verdattert. „Weil mich mal wieder dein Bruderherz aus den Federn geschmissen hat!“, grinste ich ihn an. Er verzog genervt das Gesicht. Bevor er jedoch etwas erwidern konnte, erklärte ich ihm schon, dass er nur Bescheid geben wollte, dass wir uns in einer halben Stunde bei ihm im Zimmer treffen, um dann gemeinsam frühstücken zu gehen. Beim Wort „frühstücken“ strahlten seine Augen sofort. Als ich das sah, musste ich mich festhalten, um nicht vor lachen auf den Boden zu fallen. „Was denn?“, fragte er mich irritiert. „Du hast grad so gestrahlt, als ich vom frühstücken erzählt habe!“, beantwortete ich ihm seine Fragen. „Und jetzt hopp! Inzwischen sind es nur noch zwanzig Minuten, bis wir uns bei Bill treffen wollten!“, feuerte ich ihn an. Tom gähnte noch einmal herzhaft, bevor er sich schließlich doch erhob und zusammen mit mir ins Bad ging. Tom zog die Augenbrauen in die Höhe und deutete auf die Dusche. „Wer zuerst?“, wollte er von mir wissen. „Wir müssen Zeit sparen! Darum würde ich sagen, beide zusammen!“, schlug ich ihm vor. Da Tom ja immer noch nichts anhatte, musste er sich auch nicht ausziehen. Er stelle schon mal die Dusche warm, während ich mir meine Klamotten auszog. Endlich war das Wasser angenehm warm und wir konnten duschen. Ich wusch mir die Haare und seifte auch meinen Körper ein. Tom tat es mir mit dem Duschgel gleich. Nur auf seine Dreads musste er aufpassen, dass sie nicht nass wurden. Die würden sonst eine halbe Ewigkeit wieder dauern, bis sie trocken werden. Als wir beide fertig mit duschen waren, stiegen wir aus der Dusche.
26.11.07 20:48
 


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