Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 33

Sichtwechsel

**Meine Sicht**

Ich hörte, wie Tom leise mit den Anderen sprach. Mein Kopf dröhnte und nur langsam kamen die Erinnerungen wieder. Tom bemerkte mich und ich erzählte dann nach und nach auch, was passiert war. Auch wenn mir das gar nicht recht war. Ich wollte schließlich nicht, dass sich die Jungs, vor allem Tom Sorgen machten. Nicht wegen einem Mädchen, das einfach mal ausgetickt ist. Klar war ich auch ziemlich geschockt, dass die mir einfach eine gelangt hat, aber ändern kann ich auch nichts mehr. Gustav erzählte gerade etwas von einem Krankenwagen. „Krankenwagen? Für was denn?“, fragte ich total erstaunt. „Na, du lagst da so leblos in der Ecke und wir wussten überhaupt nicht, was wir tun sollten!“, erklärte mir Georg. „Aber mir gehts doch wieder gut! Ich brauch den doch gar nicht mehr!“, versuchte ich die Situation abzuschwächen. „Nichts da, der nimmt dich jetzt mit ins Krankenhaus und da lässt du dich durchchecken!“, meinte Bill bestimmend zu mir. Tom war schon die ganze Zeit so still gewesen. Aber er hielt immer noch meine Hand. „Schatz? Was ist denn los mit dir? Alles okay?“, fragte ich meinen Schatz besorgt. „Ich hab mir so unendliche Sorgen um dich gemacht!“, flüsterte er mir zu, kaum hörbar. Da Tom ja neben mir saß, konnte ich ihn gut umarmen und mich an ihn drücken. Ich musste aber immer noch vorsichtig sein, da mir immer wieder schwindelig wurde. „Ach Schatz, jetzt ist doch alles vorbei! Mir gehts wieder spitzenmäßig!“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Allerdings war die Beschreibung meines Zustandes glatt gelogen. Mir gings nicht wirklich super. Der Schädel brummte, eine Schwindelattacke nach der Anderen und schlimme Übelkeit. Aber ich versuchte alles so gut wie Möglich zu vertuschen. Da hörten wir auch schon die Sirene des Krankenwagens. Mir war das mehr als peinlich. Ich schickte Gustav gleich raus, um zu sagen, dass sie sich keine große Hektik machen sollen, die Dramatik hat abgenommen. Gustav tat wie ihm geheißen und marschierte aus dem Speisesaal durch die Lobby. Kurze Zeit später kam er mit zwei Sanitätern wieder zurück. „Sind Sie die Patientin? Wie geht es Ihnen?“, sprach er mich an. „Ja, aber mir gehts soweit schon wieder ganz gut“, versuchte ich auch hier die Situation abzuschwächen. „Aber die Herren wollen, dass man mich durch checkt, also bringen Sie mich doch am Besten gleich ins Krankenhaus“, schlug ich ihm vor. Tom stand auch sofort auf, um mir aufzuhelfen und mit mir zum Krankenwagen zu laufen. „Darf ich da mitfahren?“, fragte er den Rettungssanitäter. Dieser nickte nur. Für die anderen Jungs war anscheinend sofort klar, dass sie mit Saki hinterher fahren würden. Denn Georg zückte sofort sein Handy und rief den Security an. Nach einem kurzen Gespräch legte er nur auf und verkündete, dass die anderen Drei in die Tiefgarage kommen sollten. Der Sanitäter, Tom und ich gingen zum Krankenwagen, die anderen Jungs gingen in die Tiefgarage. Beim Krankenwagen angekommen, wurde ich im Inneren des Wagens auf eine Trage verfrachtet. Tom wich nicht von meiner Seite. Der Sanitäter schloss mich an ein Blutdruckmessgerät an und der Fahrer fuhr auch gleich los. Er war ganz und gar nicht zufrieden mit meinen Werten. „Also da kann irgendwas nicht mit Ihnen stimmen! Der Blutdruck gleicht jemandem, der kurz vor dem Herzinfarkt steht!“, haute er die unglaubliche Nachricht raus. „Ach was, ich bin im Moment nur ziemlich gestresst. Messen Sie in einer halben Stunde wieder, dann ist alles wieder in Ordnung!“, konterte ich. Ich wollte das alles nicht wahr haben. Mit mir war doch alles in Ordnung, oder doch nicht? Fragen über Fragen schossen mir durch den Kopf. Tom stand immer noch neben mir, war aber kalkweiß im Gesicht. Ich strich ihm vorsichtig über seinen Handrücken, versuchte ihn so zu beruhigen. Aber ich glaubte nicht, dass in diesem Moment bezwecken zu können.

6.12.07 21:37
 


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