Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 35

Es fühlte sich an, als ob ich tief und fest schlief. Ich träumte, wie ich mit Tom auf einer großen Blumenwiese picknickte. Und es war sonst keine Menschenseele da. Bis ich auf einmal Kreischen hörte. Ich versuchte mit Tom wegzulaufen, aber das Kreischen wurde immer lauter. Wie aus der Ferne merkte ich, wie ich geschüttelt wurde. „Steffi, wach auf!“, hörte ich jemand rufen. Ich hielt inne. Langsam kam ich zu mir, und merkte, dass ich wohl geträumt hatte. „Was ist denn passiert, wo bin ich überhaupt?“, fragte ich verdattert in die Runde. Mich schauten viele verängstige Augenpaare an. Aber Tom schaute mich wohl am ängstlichsten an. Keiner antwortete mir. „Was war los? Ich weiß nur noch, wie Saki gemeint hat, dass er auch Sirene und Blaulicht bräuchte“, überlegte ich laut. „Du wurdest auf einmal kalkweiß und bist einfach umgefallen. Und das ist jetzt drei Stunden her.“, erzählte mir Georg. Ich machte große Augen. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich in einem Krankenhausbett lag, mitten in einem Einzelzimmer. Verlegen schaute ich zu Boden, da ich ja schon, bevor ich umgekippt war, Anzeichen gespürt hatte. Tom merkte sofort, dass etwas mit mir nicht stimmte. „Was ist denn? Wird’s dir grad wieder schlecht?“, fragte er, leicht hysterisch klingelnd. „Ähm ne, grad is alles in Ordnung. Aber ich könnte mich Ohrfeigen dafür, das ich nichts gesagt hab. Bei mir hat sich nämlich schon alles gedreht, da waren die anderen Jungs noch gar nicht da“, gestand ich meinem Gegenüber. Jetzt kam Leben in Tom. „Was?! Und du hast nichts gesagt? Oh man Schatz, du musst mir schon sagen, wenn’s dir schlecht geht! Ich kanns doch nicht riechen!“, schimpfte er drauf los. Ich wurde immer noch kleiner in meinem Bett und betrachtete geknickt die Bettwäsche. Ich wollte ihm ja nur keine Sorgen machen. Das sagte ich dann auch, aber mehr als kleinlaut. Tom beruhigte sich langsam wieder. Er setzte sich neben mich auf die Bettkante. Er strich mir mit seiner Hand eine Strähne aus dem Gesicht und streichelte meine Wange. „Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht. Die letzten drei Stunden waren einer der schlimmsten Stunden, die ich je erlebt hab“, flüsterte er mir zu. Es klopfte an der Türe und ein Arzt mit einer Krankenschwester im Schlepptau kamen herein. „Ah, Gott sei Dank, Sie sind wach! Ich war schon einige Male bei Ihnen, aber da waren Sie ja nicht wachzubekommen!“, sprudelte der Arzt sofort los. „Wie geht es Ihnen?“, fragte er dann nach einer kurzen Verschnaufpause. „Naja, im Moment geht’s eigentlich. Mir brummt nur ein bisschen der Schädel“, gab ich ihm bereitwillig die Auskunft. „Und können Sie sich noch erinnern, bevor Sie umgefallen sind, was Sie da für Schmerzen hatten oder Symptome?“, bohrte er weiter. Also fing ich ihm an, alles zu erzählen, woran ich mich noch erinnern konnte. Die Krankenschwester notierte sich alles. „Meine“ Jungs saßen alle wie gebannt da und sagten kein Wort. „Das hört sich alles ganz und gar nicht gut an Frau Winter. Offenbar wurde etwas verletzt bei dem Aufprall im Speisesaal. Am Besten wir machen eine Computertomografie um besser beurteilen zu können, was Ihnen fehlt“, schlug er vor. Erschrocken riss ich die Augen auf. „Aber, aber... Ich krieg da voll Panik, wenn ich in die Röhre muss! Da ist doch alles total eng und so!“, erzählte ich meine Befürchtungen. „Sie brauchen überhaupt keine Angst zu haben. Wir verfügen inzwischen über die neuen offenen CT’s. Dort ist nicht der ganze Körper umschlossen. Und man kann sogar Musik laufen lassen“, beruhigte er mich. „Also falls Sie Ihre Lieblings-CD dabeihaben, immer her damit, dann können Sie sich auch besser entspannen“, lächelte der Arzt mich an. Ich entspannte mich gleich wieder ein bisschen. „Nein, aber meine beste Freundin kann mir bestimmt meine Lieblings-CD ausleihen“, lächelte ich zurück. „Am Besten, wir machen das CT so schnell wie möglich, wann kann denn Ihre Freundin bei uns sein?“, erkundigte sich der Mediziner bei mir. Da viel mir siedenheiß ein, dass Jenny ja noch gar nichts davon wusste, dass ich hier im Krankenhaus lag. Ich bat Bill, bei ihr anzurufen und reichte ihm mein Handy. Er suchte kurz im Telefonbuch und hielt sich kurz darauf das Mobiltelefon ans Ohr. Er meldete sich und erzählte knapp, was passiert war. Das Gespräch dauerte nicht lange und er legte wieder auf. „Sie ist in spätestens zwanzig Minuten da“, verkündete der Sänger. „Gut, dann setzen wir das CT auf in einer Stunde an“, entschied der Arzt.

9.12.07 00:42
 


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