Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 40

Die Tür fiel ins Schloss und Tom und ich waren allein. Immer noch eng umschlossen lagen wir in meinem Bett. Hoffentlich würde jetzt keine Schwester kommen, denn ob das wirklich keinen Ärger geben würde, war ich mir nicht so ganz sicher. „Was hat eigentlich der Arzt noch gesagt?“, durchbrach Tom die Stille. „Das ich soweit wieder hergestellt bin, aber mich eben noch schonen muss. Ich denke ich werde dann auch die nächste Zeit krankgeschrieben sein“, erzählte ich. „Was sollen wir heute Abend noch machen? Mal durch den TV zappen? Großartig was machen können wir eh nicht. Es ist ja jetzt 21:30 Uhr und ich bin auch schon ziemlich müde“, schlug ich vor. „Klar, können wir machen. Wenn du einpennst ist es ja auch nicht so schlimm. Schlaf tut dir auch ganz gut, immerhin hast du gerade erst eine OP hinter dir“, meinte er liebevoll. Ich angelte mir also vom Nachtkästchen die Fernsehbedienung und schaltete den Fernseher an. Mit dem Knopf am Bett stellte ich anschließend das Licht aus, falls wir einschlafen sollten, nicht das ganze Zimmer in Festbeleuchtung strahlte. Da im Krankenhausfernsehen ja nicht wirklich viele Fernseher installiert waren, war ich auch schnell fertig mit zappen. Resignierend schaltete ich den Fernseher aus. Nicht einmal Viva hatten sie für ein bisschen Hintergrundmusik. Da der TV ja nun aus war, war es im Zimmer stockdunkel. Also knipste ich das kleine Licht wieder an. „Hm, voll blöd, dass ich keine Klamotten hier hab. Die hab ich heute Vormittag ganz vergessen!“, jammerte ich. „Doch, Gustav ist mit meiner Karte noch mal in unser Zimmer und hat ein paar Sachen von dir mitgebracht. Ich hab sie in den Schrank dort eingeräumt“, klärte er mich auf. Wie können die Menschen eigentlich so toll sein? Vorsichtig setzte ich mich also auf und stand schließlich ziemlich wackelig auf meinen Beinen. Mein Kreislauf war noch nicht der Beste, aber das wird schon noch. Tom sprang sofort auf, um mir behilflich zu sein. Aber ich wollte das alleine schaffen. „Schatz, lass mich nur mal alleine probieren. Ich krieg das schon hin“, hielt ich Tom sanft auf. Er blieb am Bettrand stehen, um im Notfall sofort bei mir zu sein. Mit immer festeren Schritten ging ich auf meinen Schrank zu und öffnete ihn. Ich begutachtete dessen Inhalt und war recht zufrieden, was Gustav für mich mitgebracht hatte. Ich zog also frische Unterwäsche, ein Schlafshirt und meinen Kulturbeutel heraus und schloss die Türen des Schranks wieder. „Ich bin mal kurz im Bad, bin gleich wieder da“, meinte ich ziemlich verschlafen zu Tom. „Meinst du, du schaffst das alleine?“, fragte mich Tom besorgt. „Toooooom, ich bin weder 10 Monate alt noch 90 Jahre alt. Ich pack das schon. Aber wenn’s dich beruhigt, dann komm halt mit. Gibs zu, du willst mir nur beim Umziehen zu schauen“, „provozierte“ ich ihn. Tom zog die Augenbrauen nach oben. „So denkst du also über mich“, schmollte er. Ob er das geschmollte gespielt hatte, oder wirklich schmollte, war ich mir nicht so ganz sicher. Zusammen gingen wir also in das schön geräumige Badezimmer. Da ich schon hundemüde war, beeilte ich mich mit Zähneputzen und was sonst noch alles dazu gehört. „Bin ich jetzt schön genug fürs Bett?“, fragte ich lachend. „Umwerfend“, grinste Tom zurück. Er zog mich ganz nahe zu sich heran und seine Hände weilten auf meiner Hüfte. Verliebt blickte ich in seine Augen. „Was würde ich nur ohne dich tun“, flüsterte ich gegen seine Lippen, bevor sie die meinen berührten. Ich spürte die angenehme Kühle des Lippenpiercings und wie er sanft meine Lippen massierte. Ganz zärtlich strich er mit seiner Zunge über meine Lippen und bettelte somit um Einlass. Meine Arme verschränkten sich hinter seinem Kopf und ich gewährte ihm den Einlass. Vorsichtig strich Tom von meiner Hand unter mein T-Shirt. Seine wie immer warmen Hände taten unglaublich gut auf meiner Haut. Ich bin ja wie allgemein bekannt der größte Eisklotz der rumläuft. Vorsichtig löste Tom den Kuss. „Meinst du, du packst das? Immerhin sollst du dich ja nicht anstrengen“, fragte er mich ängstlich. Ich fand das mehr wie goldig. Selbst wenn er selbst total angeturnt war, würde er darauf verzichten, wenn ich es nicht schaffen würde.

10.12.07 20:53
 


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