Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 44

Tom und ich schauten schockiert zu Georg. „Ich geh ihn jetzt suchen!“, verkündete Tom und setzte zum Gehen an. Georg hielt ihn allerdings sofort von der Idee ab. „Gustav sucht ihn doch schon. Wir sollten lieber ins Krankenzimmer zurückgehen. Steffi sieht gar nicht gut aus“, bemerkte er und blitzschnell schoss Toms Kopf in meine Richtung. Er erkannte, dass meine Knie zu zittern begonnen hatten. „Schatz?! Was ist denn los?“, fragte er mich erschrocken. „Nichts. Geht schon wieder“, schwächte ich die Situation ab. Ich konnte jetzt nicht gebrauchen, dass man sich jetzt auch noch um mich Sorgen machte. „Gehen wir trotzdem rein?“, schlug ich mit versuchter fester Stimme vor. Tom blickte mich besorgt an. Er sagte jedoch nichts. Zu gut wusste er offenbar, dass ich sowieso nichts sagen würde. Stumm folgten mir also die Zwei in mein Krankenzimmer. Diese Ungewissheit, was nun mit Bill los ist, lies mir einfach keine Ruhe. „Hätte ich nicht drauf bestanden, dass die Jungs kurz rausgehen, um mich anzuziehen, wäre Bill jetzt auch nicht einfach so abgehaut!“, gab ich mir die Schuld. „Unsinn! Dich trifft absolut keine Schuld!“, meinte Tom streng zu mir. Da klingelte Georgs Handy. „Bill“, kam es überrascht von Georg. Dieser hielt sich dann auch sofort sein Handy ans Ohr. „Bill! Was ist los? Wo bist du?“, hörte ich Georg sagen. Bills Antworten konnte ich leider nicht hören. Nach einer gefühlten Ewigkeit legte Georg auf und sah erleichtert aus. „Bill ist in seinem Hotelzimmer. Als er vorhin weggerannt ist, ist er aufs Klo gerannt. Anscheinend hat er ne fette Magen-Darm-Grippe erwischt! Gustav ist inzwischen auch schon bei ihm“, berichtete Georg. Tom stieß erleichtert die Luft aus. Mir kam das Ganze allerdings immer noch spanisch vor. Aber ich wollte lieber Bill unter vier Augen fragen, was denn los war. „Kommen die Zwei dann heute noch mal her?“, fragte ich hoffnungsvoll. Georg schüttelte allerdings den Kopf. „Bill will sich hinlegen und schlafen. Gustav bleibt bei ihm und achtet auf ihn, falls er noch mal brechen muss“, erläuterte Georg. „Hmmm“, brummte ich nur. Vielleicht ist ihm auch wirklich nur übel geworden. Schnell verdrängte ich sämtliche Gedanken, als es an der Tür klopfte. „Herein!“, rief ich verwundert. Schwester Susanne steckte den Kopf herein. „Stör ich grad? Ich sollte schnell Blutdruckmessen und Blut abnehmen. Dr. Sailer kommt auch gleich zur Visite. Würden die Herrschaften bitte solange draußen warten? Ich hole Sie dann wieder herein, wenn wir fertig sind“, sprach sie freundlich zu den Jungs. „Aber nicht, dass mir wieder einer abhaut“, schmunzelte ich die Beiden an. Schwester Susanne zog zwar die Augenbrauen nach oben, sagte allerdings nichts. „Bis gleich mein Schatz“, hauchte mir Tom entgegen und drückte mir einen kurzen Kuss auf die Lippen. Georg und Tom gingen aus der Tür und kurz später kam auch der Arzt herein. „Wie geht’s Ihnen denn heute?“, fragte er mich gut gelaunt. „Mir geht’s bestens. Alles super“, meinte ich daraufhin. „Dann wollen wir mal schauen, was die Werte so sagen. Schwester Susanne, haben Sie schon Blutdruck gemessen und Blut abgenommen?“, wollte er von der Krankenschwester wissen. „Noch nicht, ich war grad dabei“, gab sie zurück. Sie zog also aus ihrer rechten Kitteltasche ein Blutdruckmessgerät und legte es mir an mein Handgelenk an. Es pumpte sich auf und kurze Zeit später las sie dem Arzt das Ergebnis vor. „Na, dass ist ja mal was erfreuliches!“, rief dieser aus und notierte freudig in meiner Krankenakte. „Jetzt noch ein schneller Piekser und Sie sind für heute erlöst“, sprach er und reichte Schwester Susanne eine Nadel und ein Röhrchen. Kaum eine Minute später war der ganze Spuk schon vorbei. Alles halb so schlimm. „Das geb ich gleich ins Labor, ist eigentlich nur wegen der Routine“, informierte mich Dr. Sailer. „Wann darf ich denn wieder heim?“, fragte ich den Arzt mit großen Augen. Dieser überlegte kurz. „Sie sind ja gestern erst operiert worden. Wobei, Ihnen geht’s ja schon wieder soweit blendend. Bleiben Sie die nächste Zeit in Berlin?“, stellte er mir die Frage. Ich nickte. „Also gut. Wir haben jetzt 11:30 Uhr. Wenn sich die Jungs im Labor beeilen, können Sie heute Abend schon mit ihrem Besuch zurück ins Hotel“, gab er mir die Antwort, die ich hören wollte.
14.1.08 16:50
 


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