Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 45

Kapitel 45 „Super!“, rief ich da erfreut aus. Ich konnte Krankenhäuser noch nie sonderlich ausstehen. Ich fühlte mich dort immer kränker, als ich wirklich war. Schwester Susanne grinste mich auf meine Reaktion hin an und auch Dr. Sailer lächelte mich freundlich an. Die Beiden verabschiedeten sich und wollten wieder kommen, so bald das Ergebnis aus dem Labor da wäre. Hoffentlich würden die sich beeilen! „Ich schick dir dann deine Jungs wieder rein!“, meinte Schwester Susanne, bevor sie das Zimmer verließ. Lange blieb ich allerdings nicht alleine. Wie ein aufgescheuchtes Huhn kam Tom ins Zimmer geplatzt. Georg lief seelenruhig hinterher. „Was hat der Arzt gesagt?“, fragte er mich außer Atem, als er an meinem Bett angekommen ist. „Dass ich, sobald das Ergebnis vom Labor da sei, ins Hotel darf. Wenn ich Glück habe, ist das dann heute Abend der Fall“, wiederholte ich, was ich gerade vom Arzt erfahren hatte. Tom riss überrascht die Augen auf. „Du darfst heute Abend schon heim? Oh Süße, ich freu mich so!“, brach Tom aus und fiel mir gleich um den Hals. „Langsam langsam, es hieß ja, wenn die im Labor fertig sind. Wenn die also viel zu tun haben, oder sich eben ewig viel Zeit lassen, dann wird das nichts“, warf ich ein. „Denen mach ich schon Beine, wenn das heute Abend nicht klappt. Da kannst du dich drauf verlassen“, konterte er und zwinkerte mich dabei an. Georg stand recht teilnahmslos am Fenster und schaute hinaus. „Georg, was ist denn los mit dir?“, fragte ich den Bassisten besorgt. „Gar nichts. Ich wusste nur nicht, was ich da jetzt dazu sagen sollte“, drehte er sich um und grinste mich dabei an. Na Gott sei Dank war wenigstens mit ihm alles in Ordnung. Ich dachte schon, er würde jetzt genauso komisch werden wie Bill. Die ganze Sache ging mir nicht wirklich aus dem Kopf. Wenn ich tatsächlich heute entlassen werden sollte, musste ich unbedingt heute Abend noch mit ihm sprechen. „Erde an Steffi? Alles okay?“, fuchtelte Tom mit seiner Hand vor mir rum. „Was? Hast du was gesagt?“, fragte ich ganz erstaunt. „In welcher Traumwelt warst du denn gerade? Ich hab dich gerade gefragt, ob du eigentlich mit zum Dortmund-Konzert kommst“, fragte er mich. „Hm. Die Sache ist halt die, dass ich da keinen Urlaub mehr habe und auch keinen mehr bekomme. Ich hab festgelegten Urlaub und der endet am 30.03. Wird also leider nichts“, meinte ich geknickt zu ihm. „Und da kann man nichts machen?“, fragte Georg. „Leider nichts. Ich hab schon gefragt und gebettelt, aber es geht leider nicht“, sprach ich weiter. Nun ließen wir alle drei den Kopf hängen. Wie gerne würde ich die Vier wieder auf der Bühne stehen sehen. Plötzlich klingelte mein Handy. Schnell schnappte ich es mir, damit es nicht oft klingelte. Schließlich durfte man ja eigentlich keine Handys in den Krankenhäusern benutzen. „Schatz? Was machst du nur für Sachen? Ich war eben am Hotel und da haben mir Gustav und Bill alles erzählt. So was Unglaubliches! Ich bin jetzt auf dem Weg zu dir, dauert bestimmt nicht mehr lange!“, rief Jenny ins Handy. Durch die Hintergrundgeräusche konnte ich erkennen, dass sie gerade in einer S-Bahn saß. In all dem Trubel hatte ich ja noch gar keine Zeit, irgendwen in Kenntnis zu setzen, dass ich im Krankenhaus lag. Bis auf die Jungs, und jetzt auch Jenny, wusste es wohl auch keiner. Bei meiner Familie hatte ich auch nicht angerufen, denn die wäre total ausgerastet und hätte mich heim umstationieren lassen. Und das wollte ich ja ganz und gar nicht. Und richtig erklären wie das passieren ist, konnte und durfte ich ja auch nicht. Früher oder später würden sie es schon rausbekommen. Morgen wird ich mich mal melden und gut Wetter bei ihnen machen. „Wer war das denn?“, fragte mich Tom neugierig. „Jenny. Sie ist auf dem Weg hierher. Ich hatte ja vollkommen vergessen, ihr Bescheid zu geben“, erklärte ich. „Hast du denn deiner Mutter irgendwas gesagt?“, bohrte Tom weiter. „Nein, und über den Unfall wird ich auch nichts sagen. Die lässt mich hier nur rausholen und nach Ulm bringen. Und des will ich auf keinen Fall“, meinte ich. „Wissen die denn eigentlich inzwischen wenigstens schon, dass wir zwei zusammen sind?“, kam es von Tom. „Ne. Ich kann des irgendwie nicht so am Telefon sagen. Ich denke es wäre am Besten, wenn du einfach mal bei mir bist und ich dich dann vorstelle“, gab ich die Überlegung laut an Tom weiter. Dieser überlegte kurz und nickte dann.
17.1.08 13:38
 


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