Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 46

„Dann musst du aber auch mal mit zu mir kommen. Meine Mum weiß nämlich auch noch nichts“, meinte er ganz verlegen zu mir. Jetzt musste ich grinsen. Er war also genauso weit gekommen wie ich. „Was grinst du denn?“, fragte er etwas verdutzt. „Weil wir beide noch nichts gesagt haben“, antwortete ich ihm. „Weißt du denn schon, wann du mit zu uns kommen kannst?“, fragte ich mich Tom hoffnungsvoll. „Hm, keine Ahnung. Wenn dann an nem Wochenende mal. Weil unter der Woche muss ich ja immer arbeiten. Und in 4 Tagen muss ich ja auch schon wieder heim fliegen“, überlegte ich laut. Die Tatsache, dass ich in vier Tagen wieder heim musste, gefiel mir gar nicht. Aufseufzend lies ich den Kopf hängen. „Kannst du nicht einfach mit zu uns kommen?“, fragte mich Tom, wusste jedoch genau, dass das nicht ging. „Tom, du weißt doch, dass ich arbeiten gehen muss“, erwiderte ich daraufhin. „Wie lange könnt ihr eigentlich noch in Berlin bleiben?“, stellte ich den Beiden die Frage. „Naja, grundsätzlich haben wir jetzt erst mal keine Termine. Erst Ende vom Monat sind wir dann in Frankreich bei einer Preisverleihung“, gab Georg nach kurzem Überlegen die Antwort. „Aber allzu lange wird uns das Management das Hotel auch nicht mehr bezahlen“, sprach er weiter. „Immerhin war der Kurztrip in die Malediven auch nicht so billig“, merkte Tom an. „Und was heißt das jetzt konkret?“, wollte ich wissen. „Naja, laut David müssen wir morgen wieder heim. Aber ich will noch bei dir bleiben“, sagte er traurig. Mir zerriss es augenblicklich das Herz. Ich wusste ja, früher oder später wären die vier Tage vorbei gewesen, aber dass wir uns morgen schon verabschieden mussten, ging mir doch an die Nieren. Ich zog meine Beine an und legte meinen Kopf darauf. Niemand sollte sehen, dass ich meine Tränen nicht halten konnte. Vereinzelt liefen sie mir die Wangen hinunter. Tom, der die ganze Zeit noch gestanden hatte, setzte sich neben mich aufs Bett und zog mich in eine Umarmung. „Ich will auch nicht, dass ich morgen heim muss“, flüsterte er mir ins Ohr. „Steffi, erst wieder am Dienstag arbeiten, oder? Was hältst du eigentlich davon, wenn du einfach mitkommst? Und am Montag Abend fährst du dann von Magdeburg mit dem Zug aus heim?“, kam Georg die zündende Idee. „Georg, dass ist die Idee!“, brachte ich, immer noch schluchzend von den Tränen, heraus. Tom strahlte wieder übers ganze Gesicht. „Dann kann ich dich auch gleich Mum und Gordon vorstellen!“, freute er sich. „Aber du fährst nicht mit dem Zug! Ich hab dir doch gestern schon gesagt, ich lass dich ohne Secu nirgends mehr hin“, warf er hinterher. „Okay“, gab ich nur dazu. Ich wusste ja eh, dass es nichts bringen würde, wenn ich versuchen würde, mit dem Zug fahren zu wollen. Tom meinte ja schon, er würde das nicht zulassen. Und so ganz unangenehm war die Tatsache ja auch nicht, nicht in der Dunkelheit umsteigen zu müssen, sondern mit dem Auto heim kutschiert zu werden. „Das muss ich nachher aber noch schonend Jenny beibringen, sie hat zwar von Bill und Gustav vorhin erfahren, dass ich vielleicht heute Abend ins Hotel zurück kann. Aber dass ich dann gleich nach Loitsche am nächsten Tag sollte, weiß sie ja noch nicht. Hoffentlich ist sie nicht sauer“, meinte ich nachdenklich. „Bestimmt nicht“, wandte Georg ein. Kaum ausgesprochen, klopfte es an der Tür und Jenny streckte den Kopf herein. „Hey Schatz“, haute sie erfreut raus. Sie lief zu meinem Bett und blieb davor stehen. „Du machst mir vielleicht Sachen. Kaum lässt man dich nach dem CT aus den Augen, schon wirst du operiert. Aber wie ich höre, darfst du heute Abend vielleicht schon zurück ins Hotel?“, fragte sie noch mal hoffnungsvoll nach. Ich nickte. „Was guckste denn so traurig?“, bemerkte Jenny. Ehe ich was erwidern konnte, setzte Tom zum Sprechen an. Er erzählte, dass sie morgen zurück nach Hause mussten, und gerne mich mit nehmen würde. „Und warum schaust du dann so traurig?“, fragte mich Jenny besorgt. „Weil ich Angst hatte, dass du dann sauer bist. Immerhin hatten wir kaum Zeit füreinander“, gab ich zu.
27.1.08 19:45
 


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