Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 4

Das ‚Treffen’ war jetzt knapp 4 Tage her und Tom würdigte mich keines Blickes. Was am Ende auch besser so war. Wer weiß, was Herr Smith ihm noch gesagt hatte, als ich schon draußen war. Heute mussten wir nach der 7. Stunde, die Deutsch Stunde nachholen. Ja ich war die ganzen 4 Tage in der Schule. Was für mich ziemlich ungewöhnlich war, aber ich musste ja schließlich meine Klassenarbeiten schreiben. Heute sollte ich in der Nachholstunde meine Deutschklassenarbeit nachschreiben. Tom hingegen bekam bloß irgendwelche Aufgaben. Ich hatte heute einen ziemlich kurzen Rock an, da es draußen ziemlich warm war. Außerdem hat man den schneller an, als wenn man sich nach dem Training erst stundenlang in die Hose Quälen muss. Schnell waren die 7 Stunden rum. Leider.

„Denkst du, dass du die Stunde überlebst?“, fragte mich Jack, als ich meine Sachen zusammenpackte.

„Hallo? Ich hab die Erlaubnis von Herrn Smith, dass ich, wenn Tom mich blöde anmacht, ihm eine überbraten darf. Und das werde ich schon machen.“, meinte ich.

„Kommst du endlich Janine?“, wartete Tom auch schon genervt auf mich. Seufzend schwang ich meine Tasche über meine Schulter und zusammen gingen wir dann in ein leeres Klassenzimmer.

„Tom, du setzt dich hier vorne vor das Lehrerpult und Janine du dort hinten neben die Tür.“, meinte unser Direx, der bereits in dem Raum war. Seufzend stellte ich meine Tasche neben das Lehrerpult, nahm meinen Test und meine Schreibsachen mit hinter und setzte mich an die Wand.

„OK. Ich werde euch jedoch während der Stunde allein lassen. Da ich mich auf Janine verlassen kann, dass sie nicht mit dir redet. Tom? Ich hoffe du störst Janine nicht.“, meinte Herr Smith und verschwand hinter mir durch die Tür.

„Ich hasse Deutsch.“, meckerte Tom rum.

„Wenn du es hasst, warum redest du dann bitte deutsch?“, gab ich ihm zu Bedenken und fing an mit meiner Klassenarbeit. Die war jedoch leicht, da ich zu Hause ja eigentlich schon die Hausaufgaben überflogen hatte. Ja mein geliebter Direktor schickt mir meinen ganzen Unterrichtsstoff per Mail zu und ich erschein nur dann, wenn irgendwelche Klassenarbeiten etc. anstehen. Seufzend lehnte ich mich nach hinten und stierte an die Decke. Eigentlich war es fast wie immer. Ständig war ich eher fertig. Doch dieses Mal hab ich irgendwie eine riesengroße Blockade in meinem Kopf. Ich kann weder den Aufsatz schreiben noch sonst irgendwelche Antworten geben ohne mich zu verschreiben. Seufzend las ich mir wieder die Aufgaben durch und plötzlich - Klick - war die Blockade weg und ich startete voll durch. Für Tom muss es so ausgesehen haben, als ob ich nicht mehr ganz richtig im Kopf bin, da ich, anstatt meine Haar zusammen zu binden, sie wild über mein Kopf fallen lasse. Ständig schmeiß ich sie mit Schwung wieder nach hinten, damit sie wenige Sekunden später wieder mit auf dem Blatt lagen. Doch trotzdem schaffte ich es, den Aufsatz so gut wie es ging, ohne Fehler fertig zu bekommen. Ich war wahrscheinlich die ganze Zeit so darin vertieft, dass ich gar nicht mitbekam, wie Tom die ganze Zeit vor mir stand.

„Sag mal, könntest du jetzt noch meine Aufgaben machen? Irgendwie Blick ich da nicht durch.“, meinte Tom, als er merkte, dass ich fertig war. Ich erschreckte mich übelst.

„Bist du nicht ganz zu retten mich so zu erschrecken?“, meckerte ich ihn an. Erst als ich an Tom vorbeischaute, merkte ich, das hier was nicht stimme. Es waren bereits 30 Minuten nach dem eigentlichen Endklingeln. Irgendwas stimmt doch hier nicht.

„Sag mal Tom, ist dir in der Zeit wo ich meine Klassenarbeit geschrieben hab irgendwas seltsamen aufgefallen?“, fragte ich ihn ernst.

„Ja. Draußen auf dem Gang rannten ständig irgend so schwarze Gestalten rum.“, meinte er und kratze sich am Kopf. Schwarzen Gestalten.

„Was ist nun, hilfst du mir oder nicht?“, fragte Tom wieder und riss mich so aus den Gedanken.

„Gleich. Ich muss nur mal schnell was nachschauen. Bleib du hier.“, meinte ich und verlies den Raum. Zum Glück hatte ich Turnschuhe an. Leise schlich ich mich über den Gang zu Herr Smiths Zimmer. Das war jedoch leer. Genau so wie das Lehrerzimmer neben ihm. Was zum Henker ist hier los? Keine Lehrer hier, aber Tom sah schwarze Gestalten.

„Na irgendwas entdeckt?“, plötzlich stand so ein Typ hinter mir.

„Ach nein. Wissen sie zufälligerweise, wo das Frauenklo ist?“, fragte ich und schaute ihn mit meinem liebsten Blick an.

„Ne. Aber ich weiß, wo du jetzt gleich hinkommst.“, meinte er und wollte mich packen, als er auch schon in sich zusammensackte. Er sackte auf die Knie und blieb regungslos vor mir liegen.

„Das war knapp.“, meinte Tom. Er stand da mit einer Holzplatte in den Händen vor mir und atmete erleichtert aus. Schnell nahm ich dem Typen die Waffe ab.

„Sag mal, spinnst du?“, fragte Tom mich entsetzt.

„Willst du hier drauf gehen oder nicht? Dein Brett hier wird dich auch nicht gerade schützen, wenn die Typen auf dich schießen.“, meinte ich und suchte erst mal alle Zimmer so gut es ging nach unseren Lehrern ab.

„Verdammt noch mal, wo sind die?“, fragend schaute ich Tom an. Er schlich mir jetzt schon die ganze Zeit mit seinem Brett in der Hand hinterher.

„Ich weiß vielleicht nicht wen ihr sucht. Wir haben euch zumindest gefunden!“ Da wurden wir auch schon von den Typen umzingelt. OK es waren 5, wir nur 2. Eigentlich wäre mein Teil, dass ich schreiend auf die 5 los gehe und die alle K.O schlage. Aber wir sind ja hier nicht in irgendeinem blöden Film, sondern im realen Leben und das sind auch keine Plastikwaffen, die uns ins Gesicht lächeln.

„Scheiße.“

„Lasst das Brett und die Waffe fallen!“ Wie es uns gesagt wurde, legte wir unsere ‚Verteidigungsmittel’ auf den Boden. Da wurde mir aber auch schon eine Übergebraten und um mich herum wurde es schwarz. Was wird jetzt mit uns passieren? Werde ich jemals meinen Bruder wieder sehen? Wird Tom der letzte sein den ich in meinem viel zu kurzen Leben gesehen hab?

9.2.08 12:22
 


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