Aftershowparty


Die geheimnisvolle Fremde


Dance for me Baby!


Nachholstunde mit Folgen

Kapitel 1

Das Auto kam zum Stehen. „Viel Spaß und viel Glück!“, wünschte mir meine Mutter. Ich bedankte mich bei ihr und stieg aus. Ich stand jetzt direkt vor dem Gelände des Konzertes. Da es schon 14 Uhr war, war auch schon dementsprechend die Hölle dort los. Ich wollte mich allerdings nicht einfach so mit einer letzten Reihe abspeisen lassen. Selbstbewusst ging ich auf einen der Secus zu. Er war mir zwar nicht persönlich bekannt, aber versuchen konnte man es ja mal. „Kann ich bitte zu Saki?“, fragte ich ihn höflich. Der Mann schaute mich irritiert an. „Was willst du denn bei dem?“, fragte er mich verwundert. „Saki kennt mich schon, frag ihn doch über Funk und sag ihm, Saskia sei hier“, konterte ich. Immer größer wurden die Augen des Sicherheitsmannes. Er drehte sich weg und sprach in sein Funkgerät. Zwei Minuten später drehte er sich zurück zu mir. „Ich bring dich zu ihm, er weiß Bescheid“, meinte er kurz zu mir. Er lief los und ich musste mich ran halten, damit ich ihm folgen konnte. Die Mädchen rings um mich blickten mich mit großen Augen an. „Warum drängelst du dich vor?“, riefen einige empört. „Ich stand vorher schon vorne, ich war nur schnell aufm Klo!“, rief ich zurück. Das ging die doch alle gar nichts an, warum weshalb und wieso ich zu Saki nach vorne wollte und durfte. Bei Saki angekommen schaute dieser mich relativ ungläubig an. „Was machst du denn hier? Weiß ich ja gar nichts davon! Hier hast du den Stempel, dass du ganz vorne ein der Schlange stehst.“, ratterte er herunter. Argwöhnisch blickten mich die Mädchen hinter mir an, sagten jedoch nichts weiter. Kurze Zeit später stupste mich jemand an. „Wen magst du denn am Meisten von den Jungs?“, fragt mich ein blondes, schätzungsweise 13-jähriges Mädchen. „Bill“, kam von mir lediglich eine knappe Antwort. Ich hatte nie großartig Lust, darüber zu reden, wer wen am Besten fand. Immerhin traten die Jungs als Band auf. So lange hatte ich auf das Konzert gefiebert. Lediglich meine Mutter wusste, dass ich heute hier war. Seit einem Monat hatte ich Bill schon nicht mehr gesehen. Allerdings war heute quasi unser Jahrestag. Heute vor einem Jahr war ich auf meinem ersten Tokio Hotel Konzert. Das restliche Anstehen verlief dann vollkommen problemlos. Beim Einlass rannte ich mir meine Beine in den Bauch und schaffte es, nicht zuletzt dank Saki, in die erste Reihe. Jetzt hieß es nur noch ein bisschen warten, und das Konzert würde beginnen.

Vollkommene Dunkelheit herrschte im Publikum. Plötzlich ertönte das Herzschlagen, wie an jedem Anfang eines Konzertes. Die Jungs spielten ihre Songs wieder mal großartig.

Lediglich ein Scheinwerfer lies die Bühne erstrahlen. „Wer möchte mit mir den Song zu Ende singen?“, rief Bill seinen Fans zu. Ohrenbetäubendes Geschrei ertönte. Die meisten Mädchen würden alles dafür geben, einmal Bill so nah zu sein. Dabei wussten sie nicht, dass ich selbst Bill am Nähesten war. Und doch stand ich einfach mitten in der Fanmasse. Bill lies seinen Blick durch die erste Reihe schweifen. Als er mein Gesicht erkannte, lächelte er mich an. Er wusste nicht, dass ich heute Abend hier war, es sollte eine Überraschung sein. Er zeigte auf mich, die Mädchen rechts und links von mir fingen zu kreischen an. Saki nickte Bill zu, dass er verstanden hätte, und lief auf mich zu. Einen Augenblick später stand ich schon hinter der Absperrung. Saki hatte mich mit einem Ruck aus der Masse gehoben. Nun ging er gemeinsam mit mir zum Bühnenaufgang. Bill? Was soll das? Willst du, dass alles auffliegt? Die Gedanken kreisten sich in meinem Kopf. Ich wusste wirklich nicht, was Bill damit bezwecken wollte. Nach einer gefühlten Ewigkeit stand ich also neben ihm. Wie immer, wenn er ein Mädchen auf die Bühne holte, fragte er, wie ich heißen würde. Mir viel ein Stein vom Herzen. Hoffentlich behandelte mich Bill auch den Rest des Liedes wie einen normalen Fan. Ich rief also laut in das Mikro meinen Namen. „Was für ein schöner Name. Saskia“, kommentierte Bill kurz darauf. Ich wagte ein Blick in die Fanmasse. Die Mädchen machten keine Anzeichen, dass sie etwas ungewöhnlich fanden. „Kannst du denn den Text, um mit mir weiter zu singen?“, fragte mich Bill übers Mikro. Ich grinse ihn an und nicke. Gemeinsam sangen wir das Lied zu Ende. Die letzten Töne erklangen und die Fans kreischten wie nach jedem Lied los. Bill blickte mich an. Mir wurde heiß und kalt zugleich, wenn er mich so anschaute. Was hatte Bill nur vor? Ich hatte noch nicht zu Ende gedacht, bemerkte ich, wie Bill mir immer näher kam. Bill! Nicht! Doch wehren konnte ich mich auch nicht, zu sehr vermisste ich ihn. Er zog mich zu sich heran und küsste mich.

13.2.08 17:44
 


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